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DFB-Pokal: Werder Bremen gewinnt wildes Torfestival in Gladbach

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DFB-Pokal: Werder Bremen gewinnt wildes Torfestival in Gladbach

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Furiose Bremer fegen Gladbach raus

Furiose Bremer fegen Gladbach raus

Im Achtelfinale des DFB-Pokals sorgt Werder Bremen für eine faustdicke Überraschung. Die Elf von Trainer Viktor Skripnik liegt gegen Gladbach zunächst hinten, dreht nach der Pause dann aber mächtig auf.
FBL-GER-CUP-MOENCHENGLADBACH-BREMEN
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© Getty Images

Werder Bremen hat an einem verrückten Abend Borussia Mönchengladbach aus dem DFB-Pokal gekegelt.

Die Norddeutschen gewannen am Niederrhein dank einer starken zweiten Halbzeit mit 4:3 (0:1) und stehen erstmals seit sechs Jahren wieder im Viertelfinale. Für Gladbach war es nach dem Aus im Europapokal und der 0:5-Schlappe bei Bayer Leverkusen der dritte herbe Rückschlag innerhalb einer Woche. (DFB-Pokal: Alle Ergebnisse im Überblick)

"Bei zwei, drei Gegentoren haben wir Fehler gemacht, die wir so nicht machen dürfen. Insgesamt war das zu wild nach vorne, wir waren nicht ruhig genug. Trotzdem haben die Jungs Moral bewiesen und bis zur letzten Sekunde gekämpft", sagte ein enttäuschter Andre Schubert.

Skripnik: "Das ist Wahnsinn"

Janek Sternberg (51.), Jannik Vestergaard (58.), Claudio Pizarro (75.) und Anthony Ujah (78.) trafen für Bremen, das sich den Sieg nach dem Seitenwechsel mit Mut und Leidenschaft verdiente. Für die personell stark angeschlagenen Borussia, der kurz vor der Winterpause die Luft auszugehen scheint, waren Lars Stindl (32.) und Branimir Hrgota (73./90.+3) erfolgreich.

"Wir sind natürlich überglücklich, so eine gute Mannschaft zu schlagen. Und dann noch auswärts mit vier Toren, das ist Wahnsinn für uns. Die Mannschaft hat an sich geglaubt und in der zweiten Halbzeit sehr gut und effektiv gespielt", lobte Werder-Trainer Viktor Skripnik seine Mannen.

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Offener Schlagabtausch

Die 53.106 Zuschauer im Borussia-Park sahen von Beginn an eine äußerst intensive Partie. Gladbach hatte mehr Ballbesitz, gefährlicher war aber Werder: Der sechsmalige Pokalsieger konterte geschickt und hatte innerhalb weniger Sekunden bei Chancen von Claudio Pizarro, Theodor Gebre Selassie (10.) und Clemens Fritz (11.) gleich dreimal Pech. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Auf die Borussia wirkten die Schreckmomente wie ein Weckruf. Das Team von Coach André Schubert, der seinen grünen Glückspulli erstmals gegen einen schwarzen getauscht hatte, stand nun etwas sicherer und hatte nach einem Alleingang von Raffael (14.) die Führung auf dem Fuß. Der Brasilianer scheiterte jedoch an Felix Wiedwald.

Gerade als das Spiel an Niveau verlor, ging Gladbach etwas überraschend in Führung. Der in die Startelf gerückte Thorgan Hazard legte im Strafraum geschickt auf Stindl ab, der aus 16 Metern in rechte Eck traf. Anschließend rettete die arg dezimierte Borussia den Vorsprung geschickt in die Pause.

Pizarro sorgt für die Entscheidung

Kurz vor Anpfiff hatte Gladbach die nächste Hiobsbotschaft erreicht: Bei Tony Jantschke wurde ein Teilriss des vorderen Kreuzbandes diagnostiziert, der Abwehrspieler fällt drei Monate aus. Damit wuchs das Borussia-Lazarett auf sieben Spieler, darunter drei mit Kreuzbandriss.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag. Zunächst traf Sternberg mit einem präzisen Flachschuss zum Ausgleich, wenig knallte auf der Gegenseite ein Schuss von Hazard an den Innenpfosten (57.).

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Doch damit nicht genug: Fast im Gegenzug drückte Vestergaard den Ball nach einem Durcheinander über die Linie. (Die Daten zum Spiel im Datencenter)

Anschließend lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Gerade als Gladbach durch Hrgotas Ausgleich wieder Hoffnung geschöpft hatte, sorgten Pizarro und Ujah für die Entscheidung.