Gladbach bestraft unfaire Fürther

Gladbach bestraft unfaire Fürther

Borussia Mönchengladbach zieht gegen Greuther Fürth ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Die Franken schwächen sich früh im Spiel selbst. Wendt leitet den Sieg ein.
Borussia Mönchengladbach
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Borussia Mönchengladbach darf mit Trainer Dieter Hecking nun auch wieder von besseren Pokal-Zeiten träumen. Der Bundesligist erreichte durch einen souveränen 2:0 (2:0)-Sieg bei Zweitligist SpVgg Greuther Fürth das Viertelfinale und setzte seinen jüngsten Aufwärtstrend unter Hecking fort.

Oscar Wendt brachte den klar überlegenen Erstligisten in der 12. Minute in Führung. Thorgan Hazard erhöhte in der 36. Minute per Foulelfmeter. Der Belgier war selbst gefoult worden. Fürth spielte ab der 18. Minute in Unterzahl.

Adam Pinter sah nach einer groben Attacke gegen Weltmeister Christoph Kramer von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) die Rote Karte. Zudem leisteten sich die Franken in Form von Remplern gegen Christoph Kramer und Keeper Yann Sommer weitere Undiszipliniertheiten.

Wendt und Co. aufgeweckt

"Auch gegen zehn Mann kann der Gegner mit dem Publikum zurückkommen", sagte Hecking bei Sky: "Die Mannschaft setzt viele Dinge schon sehr gut um. Aber wir können noch Dinge verbessern.

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Gladbach-Verteidiger Oscar Wendt erklärte: "Der Trainer hat uns wach gemacht. Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine schwächere Phase, aber wir sind durch. Wir sind auf dem richtigen Weg."

Hahn und Drmic dürfen ran

Gladbach, bislang dreimal Pokalsieger, das letzte Mal allerdings vor 22 Jahren (1995), hat damit vor dem Zwischenrunden-Duell in der Europa League gegen den AC Florenz weiteres Selbstvertrauen gesammelt.

Zuletzt holte die Borussia mit Hecking, der 2015 mit Wolfsburg den Pokal gewonnen hatte, in den ersten drei Ligaspielen des Jahres schon sieben Punkte.

Eden Hazard
Eden Hazard

Gladbach musste auf den angeschlagenen Raffael verzichten. Für den Brasilianer erhielt Josip Drmic eine Bewährungschance. Ansonsten nahm Hecking im Vergleich zum 3:0 gegen Freiburg nur noch eine Änderung vor: Für André Hahn begann Fabian Johnson. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Mit dieser Aufstellung wollte der Borussen-Coach zeigen, dass man das Spiel gegen den Zweitligisten, der 2012 immerhin das Halbfinale erreicht hatte, entsprechend ernst nimmt.

Burchert rettet mehrfach stark

Und die Gladbacher, die in den vergangenen 14 Jahren zehnmal mindestens schon im Achtelfinale gescheitert waren, übernahmen sofort die Initiative, spielten konzentriert und zielstrebig. Bereits in der 8. Minute traf Wendt aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. Kurz darauf zielte er nach Zuspiel von Johnson besser.

Fürth, das zuletzt in der Liga mit einem 4:1 gegen Hannover ein Ausrufezeichen gesetzt hatte, hatte in Unterzahl Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Torwart Sascha Burchert verhinderte mit glänzenden Reflexen gegen Drmic und Hazard Schlimmeres. Bei dessen Elfer hatte er keine Abwehrchance. Der Belgier war von Marcel Franke gefoult worden.

Nach dem Wechsel nahmen die Gladbacher mit Blick auf das Spiel am Samstag in Bremen Tempo raus, hatten das Geschehen aber meist unter Kontrolle. Nach vorne fehlte den Aktionen aber die Konsequenz. Fürth wehrte sich tapfer, hätte bei einer Nachlässigkeit der Gäste fast sogar durch Sercan Sararer (69.) den Anschluss erzielt.