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DFB-Pokal: Die brutale Ironie des Schicksals - der eigene Rasen bestraft Saarbrücken

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DFB-Pokal: Die brutale Ironie des Schicksals - der eigene Rasen bestraft Saarbrücken

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Die brutale Ironie des Schicksals

Für den 1. FC Saarbrücken ist im Halbfinale des DFB-Pokals Schluss. Diesmal hilft ausgerechnet der Rasen, der bisher ein großer Trumpf war, dem Gegner zum Finaleinzug.
Marlon Ritter trifft im DFB-Pokal per Kopf - Lautern-Kollege Jean Zimmer überrascht das.
SPORT1
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von SPORT1

Mit dem Karlsruher SC, dem FC Bayern München, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach hat Drittligist 1. FC Saarbrücken im heimischen Ludwigsparkstadion gleich vier höherklassige Teams im DFB-Pokal ausgeschaltet - doch im Halbfinale ist Schluss.

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Das Überraschungsteam der Saison scheiterte am 1. FC Kaiserslautern. Und am eigenen Rasen. Dreimal galt das schwer zu bespielende Geläuf und das regnerische Wetter als Vorteil für die Saarländer. Aufgrund einer fehlenden Drainage, durch die der Rasen das Regenwasser nicht aufsaugen konnte, verwandelte sich das Spielfeld häufig in einen Sumpf und sorgte sogar für eine Spielabsage gegen Gladbach.

Am Dienstagabend entschied der Platz erneut ein DFB-Pokal-Spiel in Saarbrücken - diesmal allerdings gegen die Hausherren. Nachdem die erste Halbzeit nach einem offenen Schlagabtausch torlos geendet war, machten die Roten Teufel in der zweiten Hälfte Druck und gingen durch Marlon Ritter mit 1:0 in Führung. Nach einer Flanke von Almamy Toure köpfte Ritter dem 21 Jahre alten Torwart der Gastgeber, Tim Schreiber, den Ball per Aufsetzer durch die Beine.

Lautern-Star: Hätten sie einen vernünftigen Rasen ...

Allzu gefährlich mutete die Situation dabei eigentlich gar nicht an, doch der Ball sprang nicht wie erwartet auf.

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Im Anschluss des Spiels sagte Ritter: „Ich habe es nicht selbst gesehen. So ist das: Wenn der Rasen scheiße ist, geht er rein. Wenn sie einen vernünftigen Rasen gehabt hätten, hätte der Torwart den Ball aufgenommen.“ Die Ironie an der Aussage blieb ihm dabei nicht verborgen: „Aber dann wären sie wahrscheinlich gar nicht hier gewesen heute. Es kommt, wie man es nicht erwartet. Jetzt sind wir der verdiente Sieger.“

Für die Jungs vom Betzenberg ist der Finaleinzug ein großes Erlebnis. Dennoch liegt die Priorität bei den Roten Teufeln nicht unbedingt auf dem Pokalsieg.

„Das erlebt man, wenn man bei Bayern, Leipzig und Dortmund spielt, aber nicht, wenn man in der 2. oder 3. Liga rumdümpelt. Das ist auch für die Fans eine Riesensache, die werden Berlin auseinandernehmen. Wir haben aber leider noch andere Aufgaben, die viel wichtiger sind, als im Pokalfinale zu stehen. Das primäre Ziel ist der Klassenerhalt, daran hat sich nichts geändert“, betonte Ritter.

Kein schöner Fußball, aber das liegt Lautern

Der 29-Jährige erklärte weiter: „Wir hatten es selten, dass alle so gierig und fokussiert darauf waren, ins Finale einzuziehen. Zum letzten Mal war das beim Relegations-Rückspiel gegen Dresden vor zwei Jahren so. Wir wussten, dass es kein schönes Fußballspiel wird, aber das liegt uns. Wir wollten genau hier auf diesem Platz ins Finale einziehen.“

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Kaiserslautern jubelt in Saarbrücken
Kaiserslautern jubelt in Saarbrücken

In der Halbzeit haben man sich vergegenwärtigt, „dass die Chance, nach Berlin zu fahren, für die meisten wahrscheinlich nie wieder kommt. Wir wollten zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind und das haben wir dann auch gemacht.“

Im Finale treffen die Lauterer nun auf den Gewinner aus dem zweiten Halbfinale zwischen Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf.