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DFB-Pokal: Undav-Tor? "Weiß nicht, ob das so regelkonform ist"

Undav-Tor sorgt für Gesprächsstoff

Der Favorit aus Stuttgart setzt seine beeindruckende Pokalbilanz der vergangenen Jahre fort. Das Führungstor durch Deniz Undav wirft bei Kiels Torhüter Timon Weiner Fragen auf.
Deniz Undav leitet den Viertelfinal-Erfolg bei Holstein Kiel mit seinem Treffer zum 1:0 ein. Hinterher reagiert der Stuttgarter Angreifer süffisant, als er auf seine Torquote angesprochen wird.
Der Favorit aus Stuttgart setzt seine beeindruckende Pokalbilanz der vergangenen Jahre fort. Das Führungstor durch Deniz Undav wirft bei Kiels Torhüter Timon Weiner Fragen auf.

Der VfB Stuttgart hat weiter Kurs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung im DFB-Pokal genommen. Der Tabellenvierte der Bundesliga setzte sich in der Kältekammer im hohen Norden bei Zweitligist Holstein Kiel 3:0 (0:0) durch und steht erneut im Halbfinale.

Nationalstürmer Undav (56.), Chris Führich (90.) und der Ex-Kieler Atakan Karazor (90.+2) trafen für den VfB, der damit in den vergangenen vier Jahren dreimal mindestens die Vorschlussrunde erreicht hat. Letzte Saison gelang den Stuttgartern der vierte Pokaltriumph - auch 2026 peilen sie weiter das Finale am 23. Mai im Berliner Olympiastadion an.

Undav-Tor? „Kann man schon abpfeifen“

Für Gesprächsstoff sorgte nach dem Spiel vor allem der Führungstreffer von Undav, der bei seinem Torschuss unabsichtlich auf den Oberschenkel von Kiels Schlussmann Timon Weiner stieg und dem Kieler erhebliche Schmerzen zufügte. „Er tritt mir halt einfach auf den Oberschenkel drauf. Natürlich schießt er dann das Tor, aber ich weiß nicht, ob das so sein muss“, sagte Weiner bei Sky.

Das Tor zählte letztendlich, Undav hatte den Kieler erst nach seinem Schuss am Oberschenkel getroffen. „Der Schiedsrichter sagte zu mir, dass er erst das Tor macht und mich danach trifft. So wie ich es jetzt gerade gesehen habe, kann man das schon abpfeifen“, führte Weiner aus. Im ZDF sagte er: „Ich spüre ganz klar sechs Stollen in meinem Oberschenkel. Ich weiß nicht, ob das so regelkonform ist.“

Undav selbst gab im ZDF zu: „Ich weiß gar nicht, ob ich den Torwart berühre. Das habe ich gar nicht gespürt. Meiner Meinung nach auch kein Foul.“ Zustimmung bekam der Mittelstürmer von TV-Experte Hanno Balitsch und Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer.

Kiel verpasst nächste Pokal-Überraschung

Der Pokalschreck aus Kiel verpasste es dagegen, den dritten Bundesligisten in dieser Spielzeit auszuschalten. Über den VfL Wolfsburg und Hamburger SV hatte sich das Team von Trainer Marcel Rapp ins Viertelfinale vorgekämpft und wollte dem Favoriten nun vor den eigenen Fans ein Bein stellen. Doch das gelang trotz einer vielversprechenden Anfangsphase nicht.

Bayer Leverkusen hatte am Dienstagabend vorgelegt und mit dem 3:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli das erste Halbfinal-Ticket gebucht, der zuletzt so konstante VfB wollte folgen. Doch Hoeneß‘ Team war vor Kiel gewarnt, das 2021 sogar den FC Bayern im Schneegestöber sensationell besiegt hatte.

Hoeneß nahm zwei Wechsel im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen den SC Freiburg vor und rotierte damit deutlich weniger als die Kieler, die nach der ärgerlichen 1:2-Pleite gegen die SpVgg Greuther Fürth fünf Positionen neu besetzten. Die Anfangsminuten dominierten die Gäste, doch zwingend wurden die Kieler, die bei Kontern durch Adrián Kaprálik (8., 15.) und Andu Kelati (11.) gleich mehrfach gefährlich vor dem Tor von Keeper Alexander Nübel auftauchten.

Später VfB-Doppelschlag

Stuttgart bremste den Kieler Schwung mit viel Ballbesitz und brachte Undav (25.) für einen Kopfball erstmals in Position. Danach bedrängten die Gäste, die bei ihren Bemühung auf schnelles Kurzpassspiel setzten, weiter das Holstein-Tor. Die Drangphase ebbte aber auch schnell wieder ab, bis zum Halbzeitpfiff fehlte die Durchschlagskraft.

Stuttgart blieb zu Beginn des zweiten Durchgangs geduldig - und wurde nach einem Freistoß belohnt. Danach war der Bundesligist bemüht, den Außenseiter von seinem eigenen Tor fernzuhalten. Eldin Jakupovic hatte nach einem Fehler im Spielaufbau die beste Gelegenheit auf den Ausgleich (80.), ehe Führich nach einem Konter und Karazor im Fallen für die Entscheidung sorgten.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)