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Adeyemi, Reus, Götze: Flick erklärt DFB-Kader

Adeyemi, Reus, Götze: Flick erklärt DFB-Kader

Deutschland: Hansi Flick spricht über seinen ersten Kader als Bundestrainer. Der neue Coach erklärt, warum er auf drei Neulinge setzt und warum Marco Reus wieder dabei ist.
Hansi Flick durfte zum ersten Mal den Kader der Nationalmannschaft nominieren. Neben alten Gesichtern, gibt es auch einige Überraschungen.
. SPORT1
von SPORT1
29.08.2021 | 10:10 Uhr

Hansi Flick brennt auf seine ersten Spiele als Bundestrainer - schon am Sonntag versammelt er sein Team im Teamhotel von Stuttgart.

“Wir wissen, dass wir nur eine kurze Zeit gemeinsam mit den Spielern zur Verfügung haben, die wollen wir optimal nutzen”, sagte der neue Coach der deutschen Nationalmannschaft der dpa vor den ersten Spielen in der WM-Qualifikation.

Flick folgt auf den langjährigen Bundestrainer Joachim Löw - schon mit seinem ersten Kader hatte er für Überraschungen gesorgt. Mit Nico Schlotterbeck, David Raum und Karim Adeyemi berief er drei Neulinge ins Team.

Vor allem von Letzterem erwartet sich Flick viel: “Karim Adeyemi haben wir schon länger beobachtet. Ich habe auch als Trainer von Bayern München mal gegen ihn mit Salzburg gespielt.” Adeyemi sei ein Spieler, der “eine enorme Geschwindigkeit und einen guten ersten Kontakt hat, der gerade auch im eins gegen eins seine Stärken hat und zum Anfang der Saison viele Tore geschossen hat.”

Darum kehrt Reus ins DFB-Team zurück

Schlotterbeck sei ein variabler Spieler, der auf mehreren Positionen zum Einsatz kommen könne und als Linksfuß “zusätzlich interessant” sei. Raum wolle man im Kreis der Nationalmannschaft ebenfalls genau beobachten.

Flick, der zuletzt mit dem FC Bayern sieben Titel gewann, setzt aber nicht nur auf neue Kräfte. Auch erfahrene Spieler wie Marco Reus stehen im Aufgebot. Der 32-Jährige war länger nicht mehr dabei, zuletzt verzichtete er auf die EM.

“Marco ist einer, der den letzten Pass spielen kann, der immer in die Tiefe geht, der im Direktspiel auch eine tief stehende Abwehr knacken kann. Für mich steht seine Qualität außer Zweifel”, erklärte Flick. Nun sei er topfit und habe zudem “Lust, dabei zu sein, und auch das war für mich auch ausschlaggebend.”

Sanés Einstellung war immer “top”

Auch eine Nominierung von Thomas Müller habe für ihn nie zur Debatte gestanden. Der Spieler des FC Bayern sei “für jede Mannschaft ein Gewinn, weil er Verantwortung übernimmt und eine Mannschaft führen kann. Aber das erwarte ich auch von anderen Spielern.”

Erwartungen hat Flick auch an Leroy Sané, der zuletzt durch eine Formkrise ging. “Ich habe ihn eine Saison lang begleiten dürfen. Seine Einstellung, auch im Training, ist für mich immer top gewesen. Er ist fit, deswegen ist es für uns überhaupt keine Frage, dass er dabei ist.”

Nicht ins Team geschafft hatte es derweil Mario Götze, der bei PSV Eindhoven derzeit starke Leistungen zeigt. “Ich habe natürlich auch mit dem einen oder anderen Spieler gesprochen, der nicht dabei ist. Alle kennen die Gründe. Dazu zählt auch Mario.”

Flick: Wir werden Viererkette spielen

Er freue sich wahnsinnig, dass Götze in Eindhoven “wieder so gut in Form gekommen ist. Er hat enorme Qualitäten, es ist jetzt wichtig, dass er weiter dranbleibt und den Weg weitergeht, dann schauen wir, was kommt. Nationalspieler bin ich immer, da muss ich immer wieder versuchen, meine Leistung abzurufen.”

Einen Einblick in seine taktischen Pläne gab Flick auch noch: Die kontrovers diskutierte Dreierkette von Joachim Löw wird womöglich weitgehend der Vergangenheit angehören: “Wir werden mit einer Viererkette spielen und werden stets analysieren, was wir besser machen können. Vielleicht ist auch mal ein anderes System nötig, man muss in der jeweiligen Situation immer genau drauf schauen, was für die Mannschaft am besten ist.