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DFB-Team: Hamann kritisiert Nagelsmann wegen El Mala

Hamann kritisiert El-Mala-Nominierung

Shootingstar Said El Mala ist für die anstehende Länderspielpause zum ersten Mal von Bundestrainer Julian Nagelsmann nominiert worden - zu früh, wenn es nach Experte Didi Hamann geht.
Said El Mala reitet aktuell auf der Erfolgswelle. Nach guten Leistungen gab es nun überraschend eine Einladung zur Nationalmannschaft. Davor steht noch das Derby gegen Mönchengladbach an – für El Mala eine Reise in die Vergangenheit.
Shootingstar Said El Mala ist für die anstehende Länderspielpause zum ersten Mal von Bundestrainer Julian Nagelsmann nominiert worden - zu früh, wenn es nach Experte Didi Hamann geht.

Bundesliga-Juwel Said El Mala steht überraschend im Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Länderspiele im November. Für den Experten Didi Hamann ist die Berücksichtigung des Kölners keine richtige Entscheidung.

In der Sky-Talksendung „Triple“ erklärte der 52-Jährige: „Für mich ist es zu früh. Ich hätte da noch gerne bis zum Frühjahr gewartet, dann hätte man es immer noch machen können. Es gibt ja ohnehin schon viel Hype um den Jungen, dass Vereine aus Spanien interessiert sind.“

„Größerer Rückschlag, als es für El Mala gut ist“

Für Hamann hinterlässt währenddessen insbesondere die Nicht-Nominierung von Maximilian Beier einen Beigeschmack: „Maxi Beier ist nicht dabei, der das mit Dortmund sehr gut macht und einen Schritt nach vorne gemacht hat. Und das ist natürlich für Beier ein größerer Rückschlag, als es für El Mala gut ist. Den hättest du immer einladen können, wenn er so weiterspielt. Deswegen ist das für mich zu früh.“

Auch der ehemalige BVB-Keeper Roman Weidenfeller hielt in derselben Sendung fest, dass er die fehlende Berücksichtigung des Dortmund Stürmers nicht nachvollziehen: „Sehr enttäuschend. Maxi Beier hat zuletzt eine sehr gute Form bewiesen. Der Aufschwung bei Borussia Dortmund hat auch einiges mit Maxi Beier zu tun.“

El Mala: Matthäus sieht es anders

Eine andere Ansicht in Bezug auf El Mala vertritt Expertenkollege Lothar Matthäus: „Warum nicht mal einem außergewöhnlichen Talent, wie El Mala es ist, die Chance geben?“, erklärte der Rekordnationalspieler während der Europa-League-Übertragung bei RTL: „Wir warten, warten, warten. In Spanien wird auch jüngeren Spielern die Chance gegeben.“ Nagelsmann habe „das Recht, so einen Spieler mal zu sich zu holen. Die Einladung hat El Mala verdient.“

Nachdem er zuletzt im Oktober Teil des DFB-Aufgebots war und zwei Kurzeinsätze sammelte, erlebt der formstarke Beier durch die fehlende Nominierung einen Rückschlag. El Mala, der zuletzt vier Einsätze für die deutsche U21 in den letzten beiden Länderspielpausen bestritt, reitet derweil weiter auf der Erfolgswelle.

Er solle sich „mit all seiner Unbekümmertheit und Unbeschwertheit bei uns zeigen“, erklärte Nagelsmann am Donnerstag.

Der deutsche Kader im Überblick:

  • TOR: Noah Atubolu, Oliver Baumann, Finn Dahmen, Alexander Nübel
  • DEFENSIVE: Waldemar Anton, Ridle Baku, Nathaniel Brown, Joshua Kimmich, Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic, David Raum, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Malick Thiaw
  • OFFENSIVE: Karim Adeyemi, Nadiem Amiri, Jonathan Burkardt, Said El Mala, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Jamie Leweling, Leroy Sané, Kevin Schade, Florian Wirtz, Nick Woltemade