Es war ein Tag, der die älteren Fans des 1. FC Köln und der deutschen Nationalmannschaft erschütterte: Heute vor sechs Jahren starb Gerd Strack – ehemaliger Kölner Meisterspieler und der Mann, der Deutschland zur EM 1984 köpfte.
Vor sechs Jahren starb der Schütze eines ganz wichtigen DFB-Tors
Ein Tor für die DFB-Annalen
„Der plötzliche Tod von Gerd Strack trifft uns tief. Der gesamte 1. FC Köln hat einen seiner unvergesslichen Helden verloren“, sagte der damalige FC-Präsident Werner Wolf, als Strack am 21. Mai 2020 im Alter von 64 Jahren unerwartet an einem Herzinfarkt verstarb.
Gerd Strack: Sein einziges DFB-Tor war ein Meilenstein
Der aus Kerpen stammende Verteidiger Strack war Stammspieler, als der Effzeh unter Hennes Weisweiler 1978 Meister wurde – an der Seite von anderen Klublegenden wie Toni Schumacher, Harald Konopka, Bernd Cullmann, Heinz Flohe und den Torjägern Dieter Müller und Roger van Gool. Strack gewann mit Köln auch dreimal den DFB-Pokal (1977, 1978, 1983).
Der teils als Vorstopper, teils als Libero agierende Strack absolvierte zehn Länderspiele – von denen eines besonders in Erinnerung blieb: Sein einziges Tor zum 2:1 gegen Albanien in der 80. Minute sicherte der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jupp Derwall die EM-Teilnahme 1984 in Frankreich. Deutschland lag in Rückstand, ehe Karl-Heinz Rummenigge ausglich und der Vorstoß von Strack für den Zittersieg sorgte.
Beim Turnier selbst war Strack im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Derwalls Nachfolger Franz Beckenbauer nominierte Strack noch einmal, aber danach war seine DFB-Karriere vorbei. Nach einem Gastspiel beim FC Basel beendete Strack seine Karriere 1988 bei Fortuna Düsseldorf.
Weggefährte Schumacher erschüttert
Strack lebte in Hürth und arbeitete als freiberuflicher Fußballlehrer, ehe ein Herzstillstand ihn aus dem Leben riss. „Ich bin geschockt und total traurig. Meine Gedanken sind bei seiner Frau Emmy und den Kindern. Der Gerd war noch jünger als ich“, sagte sein langjähriger Mitspieler Schumacher der Bild.
Gerd Strack wurde auf dem Friedhof im Hürther Stadtteil Efferen beigesetzt – im Beisein des damaligen Kölner Managements und Weggefährten wie Schumacher, Wolfgang Overath und Wolfgang Weber.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)