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Klopp als Bundestrainer mit Red-Bull-Kappe?

Darf ein Bundestrainer so etwas?

Dass Jürgen Klopp neuer Bundestrainer werden wird, ist so gut wie sicher. Noch sind letzte Details zwischen ihm, dem DFB und seinem derzeitigen Arbeitgeber Red Bull zu klären.
Noch ist die Verpflichtung von Jürgen Klopp nicht offiziell. Doch der auserkorene Bundestrainer scheint bereits jetzt einiges an Einfluss beim DFB zu haben.
Dass Jürgen Klopp neuer Bundestrainer werden wird, ist so gut wie sicher. Noch sind letzte Details zwischen ihm, dem DFB und seinem derzeitigen Arbeitgeber Red Bull zu klären.

Steht Jürgen Klopp in Zukunft mit einer Kappe oder einem T-Shirt seines aktuellen Arbeitgebers Red Bull an der Seitenlinie? Darf ein Bundestrainer so etwas überhaupt?

DFB muss Klopp aus dem Vertrag kaufen

Fakt ist: Klopp hat beim Dosenimperium noch einen Vertrag bis 2029 – ohne schriftliche Ausstiegsklausel. Dass der DFB eine Ablösesumme für ihn zahlen muss, gilt als sicher – ein Novum. Denn noch nie hat der Verband seinen Bundestrainer aus einem laufenden Vertrag herauskaufen müssen.

Bei einem Jahresgehalt von rund zehn Millionen Euro dürfte dieses Vorhaben für den DFB nicht gerade günstig werden. Aber vielleicht findet sich auch ein anderer Weg, von dem alle Seiten profitieren.

Red Bull nicht auf Ablösesumme angewiesen

Denn mit einem weltweiten Konzernumsatz von knapp 14 Milliarden Euro (2025) ist der Getränkehersteller auf die Millionensumme aus einer vermeintlichen Trennung von Klopp nicht angewiesen. Dem Konzern aus Fuschl geht es so gut wie nie.

Wichtiger als eine zweistellige Millionensumme dürfte für die Marke mit den zwei Bullen die Sichtbarkeit und das Image sein. Und wer könnte dabei mehr nützen als ein Bundestrainer, der – so die Hoffnung – den DFB aus seiner schwersten sportlichen Krise führt? Und das mit der Fähigkeit, als Fanliebling Land und Leute zu begeistern.

DFB muss Zugeständnisse machen

Doch wäre das im Fall Klopp überhaupt möglich? Grundsätzlich darf ein Bundestrainer tragen, was er möchte. Allerdings müsste auch mit den bestehenden Partnern des DFB eine Lösung gefunden werden – am besten so, dass am Ende alle Seiten zufrieden sind. Doch auch der aktuelle und der künftige Ausrüster Adidas beziehungsweise Nike dürften von einem Bundestrainer Klopp profitieren, wenn er ihre Marken repräsentiert. Genauso wie beispielsweise Automobilpartner VW oder Bekleidungspartner Marc O’Polo. Deshalb würde es überraschen, wenn einer der Partner Red Bull Steine in den Weg legen würde.

Und der DFB? Der müsste ohnehin Zugeständnisse machen. Es dürfte aber ganz sicher im Interesse des finanziell angeschlagenen Verbandes sein, Kosten einzusparen. Um die absolute Wunschlösung zu bekommen, wäre der Verband sicherlich bereit, Red Bull entgegenzukommen.

Klopp in Zukunft mit Red-Bull-Cap?

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat einen guten Draht zu DFB-Vizepräsident und Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke sowie zu Rudi Völler. Den Sportdirektor rief Mintzlaff sogar extra an, um ihn zum Weitermachen zu bewegen – erfolgreich. Doch der gebürtige Bonner ist vor allem auch ein smarter Geschäftsmann, der für seinen Konzern einen Vorteil aus dem Deal schlagen will. Und das geht weit über den finanziellen Aspekt hinaus.

Ob Jürgen Klopp also in Zukunft eine Cap seines aktuellen Arbeitgebers tragen wird, ist offen. Vielleicht wird es auch ein T-Shirt, oder er darf die Marke nach außen hin weiterhin – neben seiner Bundestrainertätigkeit – als eine Art Ambassador vertreten. Auf ein Entweder-oder wird es wohl nicht hinauslaufen.