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Antonio Rüdiger postet Rücktritts-Statement

Rüdiger tritt aus DFB-Team zurück

Antonio Rüdiger beendet seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft. Der Verteidiger begründet seinen Schritt.
Antonio Rüdiger beendet seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft. Der Verteidiger begründet seinen Schritt.
Antonio Rüdiger beendet seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft. Der Verteidiger begründet seinen Schritt.

Antonio Rüdiger wird künftig nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen. Am Dienstag verkündete der 33 Jahre alte Innenverteidiger von Real Madrid seinen Rücktritt.

„Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen“, schrieb Rüdiger in einem Instagram-Statement. Nach SPORT1-Informationen hatte er den Verband am Montag informiert.

Rüdiger sprach während der WM mit Völler

Schon während der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hatte Rüdiger mit dem DFB-Sportdirektor Rudi Völler über das Thema gesprochen. Sein Entschluss war für den Verband daher keine große Überraschung.

„Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird“, schrieb der Abwehrspieler weiter und bedankte sich bei seinen Teamkollegen, dem Trainer- und Betreuerteam sowie den Fans.

„Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, in dem ich mich voll und ganz auf meinen Verein konzentrieren werde“, ergänzte Rüdiger.

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Bitteres WM-Aus war Rüdigers letztes Länderspiel

Rüdiger feierte sein Debüt in der DFB-Elf am 13. Mai 2014 beim 0:0 gegen Polen unter dem späteren Weltmeister-Trainer Joachim Löw. Zum WM-Kader zählte der Abwehrspieler dann allerdings nicht. 2017 gewann er in Russland den Confed Cup, insgesamt absolvierte er 86 Länderspiele und erzielte dabei drei Tore.

Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada rückte Rüdiger durch die Verletzung von Nico Schlotterbeck in den Fokus, beim Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay (3:4 i.E.) stand er 110 Minuten auf dem Platz. „Das tut sehr weh“, schrieb er anschließend.

Zwei Monate später verkündete er nun seinen Abschied von der Nationalmannschaft. 16 Tage vor der Bekanntgabe des ersten Kaders des neuen Bundestrainers Klopp blickte Rüdiger zurück auf „manche schmerzhafte Niederlage“.

Rüdiger blickt auf „extrem besonderes Kapitel“ zurück

In Summe seien seine zwölf Jahre mit dem Adler auf der Brust – in denen der Moslem wegen seines Glaubens bisweilen harte und teils unsachliche Kritik einstecken musste – für ihn dennoch „ein extrem besonderes Kapitel“ gewesen, „das mich für immer prägen wird“.

Rüdiger ist auch der erste prominente Vertreter einer hoch eingeschätzten, aber letztlich in entscheidenden Momenten erfolglosen Spielergeneration, der nicht mehr Teil des DFB-Teams ist. Andere, wie der bisherige Kapitän Joshua Kimmich, Leon Goretzka (beide 31) oder Leroy Sané (30) haben sich noch nicht zu ihrer DFB-Zukunft geäußert – oder hoffen beziehungsweise wissen bereits, dass Klopp (59) beim Wiederaufbau Richtung EM 2028 auf sie setzt.

Auf wen setzt Klopp nun in der Abwehr?

In Rüdiger fehlt dem mit hohen Erwartungen inthronisierten Bundestrainer nun freilich ein erfahrener Innenverteidiger beim Länderspiel-Viererpack Ende September/Anfang Oktober. Dazu fällt der Dortmunder Schlotterbeck weiterhin aus, was wiederum die Tür für junge Kräfte im Defensivzentrum öffnen könnte, wie Yann Bisseck oder Malick Thiaw.

Rüdiger darf sich auf ein womöglich letztes großes Jahr bei den Königlichen freuen, auf die Zusammenarbeit mit Starcoach José Mourinho hat er jedenfalls große Lust, wie er im Sommer noch sagte: „Endlich klappt es, dass ich unter ihm spielen kann.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)