Macht das neue ManCity-Juwel auch Deutschland Freude?

Nach Traum-Debüt: City-Coach schwärmt von DFB-Juwel
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Nach Traum-Debüt: City-Coach schwärmt von DFB-Juwel

Floyd Samba hat mit einem Traumdebüt für Manchester City für Furore gesorgt - nun soll der Sohn eines früheren Bundesliga-Profis mit bewegter Vita auch für den deutschen Nachwuchs glänzen.

Geboren ist er im englischen Macclesfield. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater ist gebürtiger Franzose, ehemaliger Bundesliga-Profi und Spieler der kongolesischen Nationalmannschaft.

Der 17 Jahre junge Floyd Samba, der soeben mit einem erfolgreichen Debüt für Manchester City für Furore gesorgt hat, ist ein junger Fußball-Weltbürger, der bereits für die U-Nationalmannschaften von England und Frankreich gespielt hat. An diesem Wochenende kommt Deutschland hinzu.

Floyd Samba hat bei Manchester City direkt Eindruck hinterlassen
Floyd Samba hat bei Manchester City direkt Eindruck hinterlassenFloyd Samba hat bei Manchester City direkt Eindruck hinterlassen© IMAGO / NurPhoto

Floyd Samba feiert Traum-Debüt für Manchester City

U19-Nationalcoach Hanno Balitsch hat Samba für den Länderspiel-Dreierpack gegen die Ukraine (Sonntag 18 Uhr), Finnland und Tschechien nominiert. Der DFB wirft damit seinen Hut in den Ring im Kampf um ein vielversprechendes Talent, dem die Tür zu vielen Nationalmannschaften offen steht.

Dem breiten deutschen Fußballpublikum dürfte Samba noch immer eher unbekannt sein – sein erster Auftritt beim zehnmaligen englischen Meister war allerdings direkt eine Duftmarke.

Trainer Enzo Maresca brachte den Nachwuchsakteur in der dritten Runde des League Cups gegen Zweitligist Norwich City zum ersten Mal für die Profis. Als Mittelstürmer zahlte er das Vertrauen prompt mit einem Doppelpack zurück. Also Profi-, Startelf- und Tor-Debüt in einem. Besonders beachtlich: Eigentlich ist Samba zentraler Mittelfeldspieler.

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„Überraschende Alternative zu Haaland“

„Er hat bisher nicht viele Spiele als Neuner gespielt, das haben wir die letzten zwei, drei Tage trainiert“, plauderte Maresca später aus – während die britische Presse Lobgesänge anstimmte.

„ManCity kommt in Samba-Stimmung, und findet eine überraschende Alternative zu Haaland!“ schrieb The Independent. „Ein neuer Star ist bei ManCity geboren: Floyd Sambas Doppelpack stiehlt allen die Show“, vermeldete die Daily Mail und bescheinigte ihm „einen grandiosen Einstand als Profispieler“.

Im Nachwuchsbereich der „Citizens“ tut sich Samba schon seit längerer Zeit hervor: Er spielt seit der U9 für ManCity und durchlief seitdem alle Jugendabteilungen. In der U21, in der er normalerweise aufläuft, gelangen ihm in der vergangenen Saison elf Treffer.

Sambas Vater kämpfte sich aus schwierigen Verhältnissen hoch

In die Wiege gelegt bekam Samba das Talent von Vater Christopher Samba – einem früheren Abwehrriesen mit bewegter Lebensgeschichte.

Der in Créteil in der südöstlichen Banlieue in schwierigen Verhältnissen aufgewachsene Christopher Samba zerstritt sich mit 15 Jahren mit seinem Vater und nahm Reißaus von zu Hause. Mit „einer kleinen Tasche als Kissen“ und „absolut nichts in meiner Tasche“, wie er The Athletic erklärte.

„Ich hatte keinen Verein und musste lange Zeit alleine trainieren. Ich war 19 Jahre alt. Ich musste mich ohne Physiotherapeuten und ohne Geld selbst von einer Verletzung erholen“, führte er weiter aus. Teilweise hatte er nicht mal ein Dach über dem Kopf: „Ich habe bei einem Freund übernachtet, aber ich war niemand, der sich gerne wie ein Sozialfall fühlte. Deshalb habe ich mir meistens einfach einen Platz im Park gesucht und dort geschlafen.“

Von Hertha BSC zum internationalen Abwehr-Ass

Sein Talent und der große Ehrgeiz, mit dem sich Samba aus der prekären Lage herauskämpfte, bescherten ihm eine beachtliche Karriere.

Bei seinem frühen Wechsel nach Deutschland zu Hertha BSC konnte er sich zwar noch nicht als Stammkraft durchsetzen. Dafür etablierte er sich nach seinem Wechsel in die Premier League als Abwehrturm bei den Blackburn Rovers.

Christopher Samba stand von 2004 bis 2007 bei Hertha BSC unter Vertrag
Christopher Samba stand von 2004 bis 2007 bei Hertha BSC unter VertragChristopher Samba stand von 2004 bis 2007 bei Hertha BSC unter Vertrag© IMAGO/Contrast

2012 wechselte er für eine Ablösesumme von 12 Millionen Euro zu Anschi Machatschkala nach Russland, spielte danach auch noch für die Queens Park Rangers, Dynamo Moskau, Panathinaikos Athen und Aston Villa – und 26 Mal für die kongolesische Nationalelf.

Der inzwischen 42 Jahre alte Samba hat sechs Kinder, neben Floyd ist auch Bruder Tyrone Samba bei der City-Jugend aktiv. Es sieht so aus, als ob das Erbe der Fußballfamilie gesichert ist.