Nicht nur beim DFB gibt Felix Nmecha Rätsel auf

von SPORT1
Nach der Pleite findet Klopp deutliche Worte
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Nach der Pleite findet Klopp deutliche Worte

Felix Nmecha leistet sich beim entscheidenden Gegentor gegen Griechenland einen kapitalen Aussetzer. Es ist nicht das erste Mal, dass der BVB-Star zwischen Genie und Wahnsinn wandelt.

Vorne ideenlos, hinten im entscheidenden Moment im Tiefschlaf: Die deutsche Nationalmannschaft ließ beim 0:1 gegen Griechenland vieles vermissen. Defensiv sah es in Augsburg zumindest lange ordentlich aus – bis Felix Nmecha seinen folgenschweren Auftritt hatte.

Darüber diskutieren BVB-Reporter Oliver Müller und SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund Woche“.

Felix Nmecha leistete sich im Spiel gegen Griechenland einen folgenschweren Fehler
Felix Nmecha leistete sich im Spiel gegen Griechenland einen folgenschweren FehlerFelix Nmecha leistete sich im Spiel gegen Griechenland einen folgenschweren Fehler© IMAGO/Schüler

Nmecha mit kapitalem Aussetzer

„Das darf einem Spieler von seiner Qualität einfach nicht passieren. Das ist keine Zweikampfführung“, kritisiert Sedlbauer und wird noch deutlicher: „Das war wirklich eine Frechheit. Das hat nichts mit Profifußball zu tun.“

Gemeint ist Nmechas kapitaler Fehler vor dem 0:1. Auf Höhe des eigenen Sechzehnmeterraums lässt sich der BVB-Star von Kourbelis viel zu leicht auswackeln. Anschließend kann der Grieche – begünstigt von Joshua Kimmich – freistehend ins deutsche Tor einschießen.

Der Patzer – bei dem Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als „Zweikampfführung auf Kreisklassenniveau“ sah – wiegt schwer. Für seinen Auftritt kassiert Nmecha von SPORT1 die schlechteste Bewertung des Spiels (Note 5).

„Sekundenschlaf“ von Nmecha

„Das wirkte wie ein Sekundenschlaf“, meint Müller und ergänzt: „Für mich ist er wirklich ein Rätsel. Ich kann mir derartige Aktionen – die er übrigens auch ab und an beim BVB hat – nicht erklären.“

Dass die beiden Podcaster mit Nmecha so hart ins Gericht gehen, liegt vor allem an seinem unbestrittenen Potenzial. Denn auch gegen Griechenland zeigt der Dortmunder immer wieder, was in ihm steckt.

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Vor allem mit seinen dynamischen Aufdrehbewegungen reißt Nmecha Räume auf und verschafft seinen Mitspielern Platz – Szenen, in denen seine enorme Qualität aufblitzt. Doch auf starke Momente folgen bei ihm immer wieder unerklärliche Aussetzer.

Fehlende Automatismen, aber auch Basics

Natürlich kann die Abstimmung mit Joshua Kimmich und den übrigen Teamkollegen unter dem neuen Bundestrainer Klopp nach so kurzer Zeit noch nicht perfekt funktionieren. Abläufe innerhalb einer Mannschaft brauchen Zeit.

Doch Sedlbauer lässt diese Erklärung für Nmechas Fehler nicht gelten: „Die Aktion hat nichts mit fehlenden Automatismen zu tun. Das sind Basics.“

Bastian Schweinsteiger monierte beim DFB-Team die fehlenden Unterschiedsspieler. Nmecha hätte zweifellos das Zeug dazu, einer zu sein. Doch genau solche Szenen wie vor dem entscheidenden Gegentor zeigen auch, warum der 25-Jährige nicht nur im DFB-Trikot immer wieder Rätsel aufgibt.

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