Kurioser ZDF-Abschied: Mertesacker steigt in Eistonne
Auch über diese Personalie informierte der DFB
Emotionaler Abschied für Per Mertesacker im ZDF: Nach dem deutschen Sieg gegen Serbien wird der Weltmeister von 2014 als TV-Experte verabschiedet. Zum Abschluss bekommt er ausgerechnet eine Eistonne überreicht.
Erst wurde es ganz emotional, dann kurios: Per Mertesacker wurde bei seinem letzten Auftritt als ZDF-Experte nach dem 2:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien gebührend verabschiedet.
Nach sechs Jahren beim Mainzer Sender tritt der Weltmeister von 2014 ab Januar seine neue Aufgabe als Geschäftsführer Sport beim DFB an. Passend dazu zeigte das ZDF einen Einspieler mit den schönsten, aber auch kuriosesten Momenten aus Mertesackers Zeit als TV-Experte.
Zum krönenden Abschluss bekam der 42-Jährige ausgerechnet von ZDF-Reporter Boris Büchler eine Eistonne als Abschiedsgeschenk überreicht. „Auch wenn das vielleicht ein bisschen sehr auf der Hand lag: Es ist eine Eistonne und übergeben wird sie von deinem Lieblingsinterviewer: Boris“, kündigte Moderator Jochen Breyer das Geschenk an.
Kult-Interview wird wieder zum Thema
Hintergrund: Büchler hatte Mertesacker nach dem dramatischen Achtelfinalsieg Deutschlands gegen Algerien bei der WM 2014 unmittelbar nach dem Spiel interviewt. Der frühere Nationalspieler lieferte mehrere Sätze, die inzwischen Kultstatus genießen.
„Was wollen Sie jetzt von mir?“, fragte Mertesacker damals genervt. Besonders legendär wurde seine abschließende Aussage: „Jetzt lege ich mich erstmal drei Tage in die Eistonne.“
Mertesacker steigt kurzerhand in die Eistonne
Als die Eistonne am späten Donnerstagabend vor ihm stand, zeigte sich Mertesacker begeistert. „Freue ich mich. Hab ich auch noch nicht. Das wird einen tollen Platz finden zu Hause“, sagte er. „Passt du da überhaupt rein?“, fragte Breyer lachend.
Darauf ließ sich Mertesacker nicht zweimal bitten. Der frühere DFB-Spieler stieg kurzerhand in die Tonne, kniete sich hin und sorgte damit für einen der amüsantesten Momente des Abends.
Zuvor hatte Mertesacker bereits sehr persönliche Worte gefunden. „Es ist sehr emotional für mich, jetzt sechs Jahre abzuschließen. Es war immer etwas Besonderes mit euch, nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Es hat super viel Spaß gemacht. Ich bin super dankbar. Vielen Dank an alle, die dabei waren und diese Reise so schön gemacht haben“, erklärte.
Bewegende Worte zum Mertesacker-Abschied
Auch Breyer fiel der Abschied sichtbar schwer. „Per, ich gebe zu: Das ist wirklich kein einfacher Moment für mich. Danke für diese großartige Zeit. Danke, dass du nicht nur ein toller Experte warst, sondern auch so ein toller Erziehungsberechtigter für Chris Kramer. Danke, dass du dich im Vergleich zu ihm sogar auf die Sendung vorbereitet hast“, scherzte der Moderator.
Experte Christoph Kramer richtete ebenfalls emotionale Worte an seinen langjährigen Kollegen. „In den sechs Jahren – das waren vier große Turniere, das ist in Fußballersprache eine Ewigkeit – bist du wirklich zu einem dollen Freund geworden“, sagte Kramer.
Er werde Mertesacker „wirklich vermissen“, gestand der langjährige Gladbacher. „Auch wenn ich mich freue, dass ich jetzt mehr reden darf.“ „Noch mehr?“, konterte Mertesacker und lieferte damit einen weiteren Beweis für das ungezwungene Verhältnis der beiden.
Geheimes Kramer-Geschenk für Mertesacker
Zum Abschied hatte Kramer außerdem noch ein persönliches Geschenk dabei. Er überreichte Mertesacker einen Jutebeutel, machte um dessen Inhalt jedoch ein Geheimnis.
„Ich habe auch noch eine Kleinigkeit, aber das musst du in Ruhe machen“, meinte Kramer beim Überreichen des Beutels. Was sich darin befand, blieb offen.