Brisante These: Jürgen Klopp mit Denkzettel für Karim Adeyemi?

Dieser Fan würde Adeyemi den Ballon d'Or geben
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Dieser Fan würde Adeyemi den Ballon d'Or geben

Jürgen Klopp verzichtet bei den kommenden Länderspielen auf Karim Adeyemi. Die Entscheidung des Bundestrainers sorgt für Überraschung bei Dietmar Hamann. Roman Weidenfeller stellt eine Vermutung zu den Gründen auf.

Am Donnerstag veröffentlichte Bundestrainer Jürgen Klopp seinen 24-Mann-Kader für die kommenden Spiele der DFB-Elf in der Nations League. Im Vergleich zu seinem XXL-Kader bei Amtsantritt verzichtete Klopp dieses Mal auf viele Spieler – so auch auf Barca-Star Karim Adeyemi.

Ex-BVB-Keeper Roman Weidenfeller hatte eine Vermutung, warum es dieses Mal nicht für eine Nominierung gereicht hat. „Karim hat zu spät reagiert, immer wieder den Rückwärtsgang einzuschalten“, sagte der frühere Nationalspieler mit Blick auf die letzten Partien Adeyemis im Deutschland-Trikot.

Karim Adeyemi wurde von Jürgen Klopp nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert
Karim Adeyemi wurde von Jürgen Klopp nicht für die anstehenden Länderspiele nominiertKarim Adeyemi wurde von Jürgen Klopp nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert© IMAGO/Kirchner-Media

„Das passt Jürgen Klopp gar nicht“, erklärte Weidenfeller bei Sky und nahm vor allem Bezug auf das Spiel gegen Griechenland (0:1), welches er sich live vor Ort in Augsburg anschaute.

Adeyemi? Weidenfeller vermutet Denkzettel

Der Weltmeister von 2014 führte seine Vermutung aus: „Natürlich hast du nach vorne hin immer alle Freiheiten bei Jürgen, aber den Rückwärtsgang, den musst du immer einschalten. Ich glaube, das sind so die kleinen Dinge, die dann hinterher Jürgen stören, wo es vielleicht eventuell auch sein kann, dass er deswegen nicht eingeladen wurde. Als kleinen Denkzettel vielleicht.“

Weidenfeller kennt Klopp und seine Denkweise bestens. Beide verbrachten sieben gemeinsame Jahre beim BVB und feierten dort große sportliche Erfolge: 2011 die Deutsche Meisterschaft und im Jahr darauf das Double aus Pokal und Meisterschaft.

Sky-Experte Dietmar Hamann war derweil von Klopps Entscheidung verwundert. Zuletzt sei Adeyemi „relativ stabil“ gewesen. „Deshalb hat es mich überrascht, dass Jürgen Klopp ihn nicht mitnimmt. Wir wissen: Im modernen Fußball ist Tempo eine unheimliche Waffe. Wenn man sich den Kader anschaut, sind nicht viele Spieler dabei, die dieses Tempo haben“, führte der 53-Jährige aus. Auf den offensiven Außenbahnen setzte Klopp stattdessen auf Said El Mala, Brajan Gruda, Lennart Karl, Wael Mohya und Derry Scherhant.

DEINE MEINUNG

Hamann lobt Adeyemis Einstellung bei Barca

Nach gutem Beginn beim FC Barcelona unter Hansi Flick zeigte die Formkurve von Adeyemi zuletzt allerdings eher nach unten. Der 24-Jährige kommt in einer star-besetzten Offensive, der vielleicht besten der Welt, aktuell meist nicht über einen Platz auf der Bank hinaus. Nach der Länderspielphase absolvierte er nur eine Partie über die volle Distanz, ein Scorerpunkt war ihm nicht vergönnt.

Insgesamt kommt er wettbewerbsübergreifend auf sieben Torbeteiligungen in 14 Spielen.

„Es gab kritische Stimmen. Sie haben viel Geld für ihn bezahlt, aber bisher hat er es hervorragend gemacht. Er hat wichtige und schöne Tore geschossen und sich auch ein Stück weit untergeordnet. Das musst du machen, wenn du zu einem Weltverein wie dem FC Barcelona kommst“, ordnete Hamann die Adeyemi-Situation ein.

Seit seinem Debüt im September 2021 absolvierte Adeyemi insgesamt 13 Länderspiele und erzielte ein Tor. Bei den ersten beiden Spielen unter Klopp zeigte er gute Leistungen.

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