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Episches Elfer-Drama um de Gea

Episches Elfer-Drama um de Gea

Der FC Villarreal triumphiert im Finale der Europa League über Manchester United. Zur tragischen Figur wird David de Gea, der den entscheidenden Elfer verschießt.
Villarreals Trainer Unai Emery ist nach dem Überraschungserfolg im Finale der Europa League gegen Manchester United stolz auf sein Team.
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von SPORT1

Das Gelbe U-Boot schreibt Geschichte - und das in einem epischen Elfer-Krimi: Der FC Villarreal hat im größten Spiel seiner Klub-Historie den englischen Rekordmeister Manchester United niedergerungen und erstmals die Europe League gewonnen. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Die Mannschaft des Erfolgstrainers Unai Emery gewann das Finale in einem schier endlosen Elfmeterschießen mit 11:10. Nach 120 Minuten hatte es im polnischen Danzig 1:1 (1:1, 1:0) gestanden. Villarreal holte damit in seinem ersten internationalen Finale gleich den ersten großen Titel.

Zur tragischen Figur aufseiten der Red Devils wurde dabei Keeper David de Gea, der den entscheidenden 22. Elfmeter verschoss und damit Villarreal den Titel ermöglichte. Der Spanier hatte im Laufe der Saison seinen Stammplatz an Dean Henderson verloren, nun kassierte er den nächsten Rückschlag.

De Gea wird tragische Figur

Zuvor hatten alle Feldspieler getroffen, weshalb de Gea und sein Gegenüber Geronimo Rulli zu ihren Elfmetern antreten mussten. Rulli verwandelte souverän, de Gea scheiterte an ebenjenem, als er versuchte, den Ball in der unteren rechten Ecke zu versenken.

Topstürmer Gerard Moreno (29.) hatte die Spanier vor 9500 Zuschauern in der regulären Spielzeit in Führung gebracht, Edinson Cavani (55.) glich in einem wenig aufreibenden Spiel aus.

Am Ende des Abends stand damit ein gleichermaßen unerwartbarer und erwartbarer Erfolg.

Zwar stand der 1923 gegründete FC Villarreal zuvor noch ohne Triumphe da, Coach Emery ist aber ein Europa-League-Experte: Dreimal (2014, 2015, 2016) gewann er den 15 kg schweren Silberpokal mit dem FC Sevilla, insgesamt fünfmal stand er nun schon im Finale.

In einem dramatischen Elfmeterschießen im Europa League Finale gegen Villarreal scheitert Manchester Uniteds Keeper David de Gea als 22. Schütze. Muss eine Elfer-Revolution her?
05:12
Drama um de Gea: Elfmeterschießen wirklich die beste Lösung?

ManUnited stolpert

Manchester United dagegen ist auf dem angestrebten Weg zurück in die europäische Spitze nun erstmal gestolpert. Seit 2017 wartet der einst so erfolgsverwöhnte Klub auf einen Titel, das Finale am Mittwoch sollte eigentlich den ersten sichtbaren Ertrag unter Teammanager Ole Gunnar Solskjaer bringen.

Der Norweger, der als Stürmer rund um die Jahrtausendwende mit United von Erfolg zu Erfolg eilte, ist schon seit Ende 2018 im Amt.

Auch aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs war Manchester als Favorit in dieses Finale gegangen. Nach dem Aus in der Gruppenphase der Champions League hatten sich die Red Devils wieder gefangen, in der Premier League sprang so noch der äußerst achtbare zweite Platz hinter dem Stadtrivalen City heraus.

Villarreal, Siebter in La Liga, kam mit dem Status als Außenseiter von Beginn an aber gut zurecht. Die Spanier überließen dem Gegner in der ersten Hälfte den Ballbesitz, alle anderen Werte sprachen bis zur Pause aber für die Mannschaft in Knallgelb, für das Submarino amarillo, das Gelbe U-Boot: Zweikämpfe, Torschüsse, Eckbälle.

Moreno trifft zur Führung

Die Führung fiel damit durchaus verdient: Moreno, der aufgrund seiner Topform auch in Spaniens EM-Kader steht, verwertete einen Freistoß von Daniel Parejo zum 1:0.

United wurde auch in der zweiten Hälfte zunächst nicht zwingender, Villarreal verteidigte resolut - wurde dann aber selbst Opfer einer Standardsituation. Nach einer Ecke fiel der Ball Cavani vor die Füße, der musste nur noch einschieben.

In der Folge verflachte das Spiel allerdings, der Ausgleich brachte United keineswegs neuen Schwung. Bis in die Verlängerung blieben die beiden Treffer der jeweils einzige Schuss der Teams auf das Tor des Gegners.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)