Noch ist nichts erreicht´

Der Start der Nationalelf ins Turnier ist gelungen, aber die Nationalelf muss im Bereich Kanzlerinnen-Selfies noch nachlegen.
Der Start der Nationalelf ins Turnier ist gelungen, aber die Nationalelf muss im Bereich Kanzlerinnen-Selfies noch nachlegen.

Natürlich, der Auftakt hätte nicht besser sein können.

Doch es stimmt genau, was die Verantwortlichen in der deutschen Nationalmannschaft betonen: Noch haben wir nichts erreicht.

Also keine verfrühte Euphorie, noch liegt ein steiniger Weg vor uns.

Und auch wenn einer der größten Konkurrenten aus dem Spiel ist, es sind noch genug gefährliche Rivalen übrig.

Schauen Sie auf die Holländer. Man muss feststellen: Ihre Frühform steht der deutschen in nichts nach.

Ihr Kabinenfoto mit Willem-Alexander und Maxima - es bewegt sich auf ähnlich hohem Niveau wie das des DFB-Teams mit der deutschen Kanzlerin.

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Man sollte folglich nicht in Übermut ausbrechen, auch wenn das, was bei anderen Mannschaften passiert, dazu verführt.

Ja, die Spanier sind raus, nachdem ihr König abgedankt hat, ehe ein einziger seiner Spieler ein Twitterbild mit ihm hat hochladen können.

Und auch bei England stehen die Chancen auf ein fröhliches Kabinen-Selfie mit Queen Elizabeth und Prinz Philip immer schlechter.

Aber man darf keinen Gegner unterschätzen, den Joachim Löws Männer jetzt noch vor sich haben, auch nicht die in den ausstehenden Gruppenduellen.

Wir haben es da nicht mit Laufkundschaft zu tun, deren Regierungschefs und Staatsoberhäupter ihr Team nur in Jogginghose am Fernseher verfolgen werden wie Irans Hassan Rouhani.

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Ghanas Präsident John Dramani Mahama mag nur Fachkreisen bekannt sein, das Nationalteam aber hat Leute wie Kevin-Prince Boateng, die im Bereich Internetfotografie eine individuelle Klasse aufweisen können, die durchaus auch auf dem Instagram-Account von Sascha Riether stattfinden könnte.

Und wenn es danach gegen die USA geht, ist ohnehin alles möglich.

Man stelle sich vor, Barack und Michelle Obama auf einem Selfie mit Jürgen Klinsmanns Sohn ? da ist Deutschlands Einzug in die K.o.-Runde keine Selbstverständlichkeit.

Barack Obama stimmt das US-Team auf einen Kabinen-Selfie ein:

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Klappt es, geht es dort gleich knüppelhart weiter: Schon im Achtelfinale droht Stand jetzt Russland mit einem halbnackt in die Umkleide einreitenden Wladimir Putin. Und leichter wird es ab da kaum werden.

Für die kommenden Kabinenbilder mit Kanzlerin muss die Spannung folglich hochgehalten und die bislang noch unangetasteten Potenziale abgerufen werden.

Es wird im weiteren Turnierverlauf womöglich nicht reichen, dass sich nur ein Viertel der Beteiligten mit unbekleidetem Oberkörper neben Merkel stellt.

Und als Führungsspieler für die entscheidenden Selfie-Momente kann Lukas Podolski die Last auf Dauer auch nicht alleine tragen.

Es gibt für die deutsche Mannschaft keinen Anlass, sich zurückzulehnen.

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