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Linder-Hammer hält Wolfsburgs CL-Traum am Leben

Wolfsburg jubelt in letzter Sekunde

Wolfsburg rettet sich in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen Juventus. Sarai Linder trifft in letzter Sekunde und hält die Viertelfinal-Hoffnung am Leben.
Popp (M.) im Zweikampf
Popp (M.) im Zweikampf
© IMAGO/SID/Hendrik Hamelau
Wolfsburg rettet sich in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen Juventus. Sarai Linder trifft in letzter Sekunde und hält die Viertelfinal-Hoffnung am Leben.

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben im Kampf um den Viertelfinaleinzug in der Champions League eine optimale Ausgangslage verpasst. Das Team von Ex-Nationalspielerin Alexandra Popp kam am Donnerstag im Play-off-Hinspiel gegen Juventus Turin nach Rückstand spät noch zu einem 2:2 (0:1). Im Rückspiel am kommenden Donnerstag (18.45 Uhr/Disney+) in Italien brauchen die Wolfsburgerinnen einen Sieg zum Weiterkommen.

„Es war für uns ein schwieriges Spiel. Am Ende haben wir gut gespielt, aber wir haben lange keine großen Chancen kreiert“, sagte Wolfsburgs Lineth Beerensteyn bei Disney+. Letztlich sei das Unentschieden dennoch „sehr verdient“ gewesen. Im Bezug auf das Viertelfinale sei „alles offen.“

Ana Capeta (6.) und Amalie Vangsgaard (61.) trafen für Juventus, Janina Minge (82./Handelfmeter nach Videobeweis) und Sarai Linder (90.+5) retteten das Unentschieden für die Wölfinnen. Der Sieger des Play-off-Duells trifft in der Runde der letzten acht auf Olympique Lyon. In der Vorsaison war der VfL im Viertelfinale am FC Barcelona gescheitert.

„Das Viertelfinale ist unser Anspruch“, hatte Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch vor der Partie gesagt. Doch die Gäste jubelten früh. Capeta köpfte nach einer Ecke ein, der Ball rutschte VfL-Torhüterin Stina Johannes aus kurzer Distanz durch die Hände.

Last-Minute-Wahnsinn in Wolfsburg

Nach der Halbzeit wurde Capeta (50.) wieder früh per Kopf gefährlich, diesmal war Johannes jedoch zur Stelle. Keine Chance hatte die Keeperin, als Wolfsburgs Caitlin Dijkstra einen eigentlich harmlosen Schuss Vangsgaards so abfälschte, dass er im hohen Bogen über Johannes ins Tor flog. Nach einem Handspiel von Turins Viola Calligaris verkürzte Minge zunächst vom Elfmeterpunkt.

In der allerletzten Sekunde bekam Wolfsburg nach einer Ecke noch einmal die Chance: Der Ball wurde zunächst aus dem Sechzehner geköpft, doch Sarai Linder stand genau richtig und zimmerte ihn aus knapp 16 Metern ins obere rechte Eck. Direkt nach dem Treffer pfiff die Schiedsrichterin die Partie ab – durch das späte 2:2 gelang Wolfsburg noch das späte Unentschieden.