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Ziel Bundesliga: HSV verstärkt Engagement im Frauenfußball

Ziel Bundesliga: HSV verstärkt Engagement im Frauenfußball

Neun Jahre nach dem freiwilligen Rückzug aus der Erstklassigkeit will der HSV sein Frauenfußball-Engagement wieder stärken.
Jonas Boldt: Keine teuren Neuzugänge beim HSV
Jonas Boldt: Keine teuren Neuzugänge beim HSV
© FIRO/FIRO/SID
SID
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von SID

Neun Jahre nach dem freiwilligen Rückzug aus der Erstklassigkeit will der Hamburger SV sein Frauenfußball-Engagement wieder stärken und peilt die Bundesliga-Rückkehr an. Der im HSV e.V. angesiedelte Frauenfußball soll künftig stark von den Strukturen der HSV Fußball AG profitieren, das teilte der Klub am Mittwoch mit. "Wir wollen den Frauen- und Juniorinnenfußball im HSV gemeinsam professionalisieren", sagt Vorstand Jonas Boldt.

Die frühere HSV-Spielerin Catharina Schimpf besetzt ab Juli 2021 den Posten der Koordinatorin Frauenfußball und wird dabei auch eng mit Horst Hrubesch und dem Nachwuchsleistungszentrum zusammenarbeiten. Der 70-Jährige, im Jahr 2018 interimsweise als Trainer für die DFB-Frauen verantwortlich, war im vergangenen Sommer als Nachwuchsdirektor zum HSV zurückgekehrt.

Aktuell spielen die HSV-Frauen in der drittklassigen Regionalliga Nord, in der offiziell abgebrochenen regulären Spielzeit rangierten sie am Ende auf Rang zwei. Ob die anschließende Meisterrunde noch sportlich ausgetragen werden kann, ist derzeit offen. Der Abbruch sei "äußerst bedauerlich", sagte Hrubesch: "Wir haben dennoch Ambitionen, in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga zu spielen."

Die HSV-Führung macht sich nun für eine Aufweichung der Aufstiegsregelung und eine Aufstockung der aktuell aus zwei Neunerstaffeln bestehenden 2. Frauen-Bundesliga stark. "Ich sähe in einer solchen Maßnahme nur positive Effekte für alle Beteiligten", sagte Hrubesch. Der HSV hatte seine Mannschaft nach der Saison 2012 aus wirtschaftlichen Gründen aus der Frauen-Bundesliga zurückgezogen.