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Frauenfußball: Franziska van Almsick - "Ich will helfen, das Spiel zu verändern"

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Frauenfußball: Franziska van Almsick - "Ich will helfen, das Spiel zu verändern"

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Van Almsick steigt im Fußball ein

Van Almsick steigt im Fußball ein

Im Schwimmsport hat Franziska van Almsick große Spuren hinterlassen. Nun steigt die zweimalige Schwimm-Weltmeisterin im Frauenfußball ein.
Die Frauen-EM ist ein Erfolg auf ganzer Linie. Guter Fußball, wenig Drama und kaum unnötige Showeinlagen. Dinge, die man sich auch beim Männerfußball wieder vermehrt wünschen würde.
. SPORT1
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von SPORT1

Im Schwimmbecken war sie ein absoluter Superstar. Nun will Franziska van Almsick auch den Frauenfußball aufmischen.

Dafür ist die 44-Jährige beim Regionalligisten Viktoria Berlin in den Aufsichtsrat eingetreten und damit Teil eines bemerkenswerten Projekts geworden. Die vom Stammverein ausgegliederte Abteilung Frauenfußball wurde im Juni von sechs Frauen um Weltmeisterin Ariane Hingst übernommen. (NEWS: Alles zum Fußball)

Das erklärte Ziel: In den kommenden fünf Jahren soll der Verein in die Bundesliga aufsteigen. Zudem soll dem Frauensport in Deutschland zu mehr Aufmerksamkeit, Anerkennung und Wertschätzung verholfen werden.

„Wir können Vorreiterinnen und Vorreiter für so viele Dinge sein“, sagte van Almsick: „Nicht nur im Fußball, sondern auch gesellschaftlich können wir ein Statement setzen.“ Zudem sei es für van Almsick wichtig, selbst mit anzupacken: „Für mich war klar, dass ich nah dran sein und dabei sein will, nicht nur als Botschafterin. Ich will helfen, das Spiel zu verändern. Es ist an der Zeit, dass Frauen sich mehr engagieren und einbringen. Wir brauchen dafür keine Quote. Wir schaffen das bei Viktoria Berlin mit Zusammenhalt, Empathie und Netzwerk.“

Franziska van Almsick: Lohn für alle Spielerinnen

Diese Veränderung beinhaltet auch einen neuen Weg bei der Bezahlung der Spielerinnen. Alle Spielerinnen im Viktoria-Kader sollen einen Lohn erhalten, womit sie durch die Berufsgenossenschaft abgesichert sind.

Jedoch gehe es nicht um eine Weiterführung der im Rahmen der Frauen-EM aufgekommenen Diskussion um Equal Pay. Vielmehr gehe es um eine generelle Stärkung des Frauenbildes in der Gesellschaft. „Es geht in der Gesellschaft darum, wo stehen die Frauen und was können sie selbst bewegen. In diesem Zusammenhang von Equal Pay zu sprechen, ist albern. Aber wir müssen dem Ganzen mehr Verständnis geben“, so van Almsick.

Viktoria Berlin wie Angel City FC und Natalie Portman

Und das Projekt scheint anzukommen. In den vergangenen Monaten soll durch das Engagement von über 80 Investoren eine Million Euro eingesammelt worden sein. Dazu wurden mit StepStone als Trikotsponsor und Douglas als Ärmelsponsor finanzkräftige Partner gefunden.

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Auch prominente Vertreterinnen wie Comedian Caroline Kebekus und die dreimalige Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch sind unter den Investoren.

Vorbild des Fußball-Projekts ist das US-amerikanische Frauenteam Angel City FC, bei dem auch Nationaltorhüterin Almuth Schult unter Vertrag steht. Dieser Verein ist im Eigentum zahlreicher Prominenter wie Natalie Portman, Eva Longoria und Serena Williams.