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Frauen-WM: Nach Kuss-Skandal - FIFA eröffnet Verfahren gegen Rubiales

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Frauen-WM: Nach Kuss-Skandal - FIFA eröffnet Verfahren gegen Rubiales

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Kuss-Skandal hat Konsequenzen

Luis Rubiales hat mit seiner Kuss-Attacke beim WM-Finale der Frauen für großen Ärger gesorgt. Jetzt drohen dem spanischen Verbandsboss harte Konsequenzen - auch durch die FIFA.
Der Chef des spanischen Fußballverbands steht weiter in der Kritik, weil er nach dem WM-Finale von einer Spielerin einen Kuss auf den Mund erzwungen hat. Die Vizeregierungschefin wird besonders deutlich.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Wegen der Kuss-Affäre um den spanischen Verbandsboss Luis Rubiales hat sich nun auch die FIFA eingeschaltet. Der Weltfußballverband teilte vier Tage nach dem Endspiel in Sydney mit, dass eine Untersuchung gegen den 46-Jährigen eingeleitet wurde.

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„Die FIFA-Disziplinarkommission hat Luis Rubiales, den Präsidenten des spanischen Fußballverbands, heute darüber informiert, dass sie ein Disziplinarverfahren gegen ihn wegen des Vorfalls während des Endspiels der FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft am 20. August 2023 einleitet“, heißt es in dem Statement.

Am Sonntag hatte Rubiales die Spielerin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung nach dem 1:0-Finalsieg gegen England auf den Mund geküsst – und damit eine Welle der Kritik und Empörung ausgelöst. Diese Vorfälle könnten „einen Verstoß gegen Artikel 13 Absätze 1 und 2 der Disziplinarordnung darstellen“, schrieb der Weltfußballverband.

Spanischer Verband ruft Generalversammlung ein

Die FIFA bekräftigte zudem „ihr uneingeschränktes Bekenntnis zur Achtung der Integrität aller Personen und verurteilt deshalb jedes gegenteilige Verhalten aufs Schärfste“. Allerdings sollen keine weiteren Informationen verkündet werden, solange keine finale Entscheidung getroffen wurde.

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Auch der spanische Verband (RFEF) hat für Freitag eine außerordentliche Generalversammlung einberufen. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez sprach von einer „inakzeptablen Geste“, Rubiales‘ Entschuldigung sei „unzureichend“. Dieser hatte in einer Video-Botschaft gesagt, sein Kuss sei „ohne kranke Intention in einem Moment maximaler Überschwänglichkeit passiert“.

Kurz vor der FIFA-Mitteilung hatte Hermoso in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Spielerinnengewerkscahft Futpro Konsequenzen gegen Rubiales gefordert. Darin wird an den spanischen Verband appelliert, „die notwendigen Protokolle zu erstellen, die Rechte unserer Spielerinnen zu schützen und beispielhafte Maßnahmen zu ergreifen“.

Auch die internationale Spielergewerkschaft FIFPro übte Kritik. Rubiales, der als Vizepräsident im UEFA-Exekutivkomitee sitzt, habe den „besonderen Moment“ für Hermoso „beschmutzt“, hieß es.

Körperliche Annäherungen ohne Zustimmung seien „in keinem Zusammenhang angemessen oder akzeptabel, insbesondere dann nicht, wenn sie von einer Person, die an ihrem Arbeitsplatz eine Machtposition innehat, in eine verletzliche Lage gebracht werden“.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)