In einem Interview mit der Münchner Abendzeitung offenbarte der Münchner Bürgermeister Dominik Krause, wie er zur Zukunft des städtischen Stadions an der Grünwalder Straße steht. Der bisherige Anspruch der zweiten Mannschaft des FC Bayern, weiterhin in der Giesinger Spielstätte zu spielen, wackelt wohl. „Ich hatte zur Frage, ob die Bayern dort bleiben, bisher kein Gespräch. Weder mit Sechzig, noch mit dem FC Bayern“, so der Bürgermeister.
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Krause zeigt sich aber „zuversichtlich, dass wir das Thema einvernehmlich lösen“. Grund für die Unsicherheiten sind Pläne des TSV 1860 München, das „Sechzgerstadion“ per Erbpacht komplett für sich zu beanspruchen, um es anschließend vollständig sanieren zu können. Dafür wurde den zuständigen Gremien bereits ein Machbarkeitsplan vorgestellt, der ebenfalls auf Zustimmung gestoßen sein soll.
Die Zuschauerkapazität soll – nach der voraussichtlich 2030 vollendeten Sanierung – bei rund 27.000 liegen. Die Heimspielstätte der Giesinger soll somit sogar erstligatauglich werden. Der Wunsch der 1860-Bosse soll ebenfalls die Kündigung des Mietvertrags mit den Bayern-Amateuren sein. Das Stadion soll ausschließlich den Löwen gehören.
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Bürgermeister Krause äußerte sich positiv zum Erhalt des städtischen Stadions: „Es ist toll, dass wir in München noch so ein Stadion mitten in der Stadt haben mit diesem Flair“.
Vonseiten des Rekordmeisters stößt der Plan der Sechziger allerdings auf Unmut. Die zweite Mannschaft der Bayern bestreitet – mit einigen Unterbrechungen – schon seit 1975 ihre Heimspiele im Grünwalder Stadion. Dort wo bereits die erste Mannschaft in der Vergangenheit zahlreiche Erfolge feierte.
Der FC Bayern müsste sich also umorientieren. Einige Optionen im erweiterten Münchner Raum sollen es wohl geben. Der vereinseigene Sportcampus in Fröttmaning wäre wohl eine Wahl. Der Sportpark Unterhaching, in dem die Frauenmannschaft des Rekordmeisters schon beheimatet ist, wäre eine weitere, wenn auch unwahrscheinliche Lösung.
Für 1860 ist es ein Lichtblick in einem chaotischen Jahr. Nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern, dem Insolvenzantrag und dem Verlust des traditionellen Löwenwappens ist der Erbpacht-Plan ein Symbol für den Erhalt der eigenen Werte. Es ist auch eine Bestätigung an die Fans, die trotz der Rückschläge der letzten Monate ihre Mannschaft weiter mit Euphorie verfolgen.
In der Regionalliga ist die Mannschaft aus Giesing nach vier Spieltagen mit zwei Siegen und zwei Unentschieden immer noch ungeschlagen.