Italien nach nächster Niederlage ausgepfiffen

von SPORT1
Italien nach nächster Niederlage ausgepfiffen

Italien verliert in Rom gegen Belgien, Nürnbergs Zoma gibt sein Debüt. Nach dem Spiel gibt es von den Fans Pfiffe.

Heimpleite für Italiens Rückkehrer Roberto Mancini. Italien unterlag Belgien mit dem ebenfalls neuen Coach Mark van Bommel 0:2 (0:1) und liegt in der Gruppe A1 der Nations League zunächst hinter Frankreich.

Für Italien begann der geplante Neuaufbau nach der dritten verpassten WM in Folge mit einem Rückschlag. Im Olympiastadion von Rom sorgte Mika Godts von Paris Saint-Germain mit der belgischen Führung (20.) schnell für lange Gesichter.

Mancini, der 2023 dem Lockruf saudi-arabischen Geldes gefolgt war und nun seine zweite Amtszeit begann, war bedient: „In der ersten Halbzeit hat Belgien besser gespielt, in der zweiten hingegen waren wir die bessere Mannschaft. Bei unseren Chancen hätten wir ausgleichen können“

Erst im zweiten Durchgang drehte Italien auf – bis Dodi Lukebakio einen Konter zum 0:2 abschloss (69.). Shootingstar Mohamed Ali Zoma vom 1. FC Nürnberg kam in der 80. Minute zu seinem Debüt, Samuele Inácio (Borussia Dortmund) saß nur auf der Tribüne.

Spieler nach Schlusspfiff ausgepfiffen

Auch mit Zoma auf dem Platz kam in der Schlussphase von Italien einfach zu wenig. Das störte auch die Fans in Rom, die den Auftritt der Squadra Azzurra nach dem Abpfiff mit lautstarken Pfiffen quittierten. Zur Unzufriedenheit der Fans sagte Mancini: „Wir sind nicht glücklich, wenn wir verlieren.“

Auch die heimische Presse war mit dem Auftritt der Italiener nicht zufrieden. „War das schon alles von Mancini?“, fragte sich die Gazzetta dello Sport. „Die erste halbe Stunde ist eine Qual, das Olimpico verstummt. Belgien dominiert Italien, von ihnen hätte man mehr erwarten dürfen“, bilanzierte die Zeitung.

Das Programm und die Taktik von Mancini seien „von Belgien zunichte gemacht“ worden. Die Zeitung kam zu dem Entschluss: „Ohne Gnade und ohne Ausreden. Der Weg zur Wiedergeburt ist noch lang.“ Der Corriere dello Sport schrieb zum Start in die Nations League von „einer herben Niederlage: Die Azzurri konnten nicht überzeugen und verlassen den Platz unter den Pfiffen der Fans“.

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Zidane holt Auftakt-Sieg

Deutlich besser als Mancini erging es Zidane. Der Nachfolger von Weltmeister-Trainer Didier Deschamps, der Les Bleus stolze 14 Jahre lang betreut hatte, erlebte in Kocaeli ein heißes Duell. Kapitän Mbappé wurde bei jeder Ballberührung ausgepfiffen, Schiedsrichter Felix Zwayer hatte alle Hände voll zu tun.

Mit dem Bayern-Duo Michael Olise und Dayot Upamecano in der Startelf hatte Frankreich mehr vom Spiel. Die verdiente Führung erzielte Mbappé aber erst in der 54. Minute. Der 27-Jährige jubelte jedoch nicht, begann zu humpeln, ließ sich auf den Rasen fallen und fasste sich an die Rückseite seines linken Knies. Mbappé spielte noch fünf Minuten und wurde dann ausgewechselt. Kurz vor Schluss sah Torhüter Ugurcan Cakir wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums (87.) von Zwayer noch die Rote Karte.

Frankreich trifft am Montag auf Belgien, Italien auf die Türkei. Vier Tage später kommt es in Saint-Denis zum direkten Duell der beiden Fußball-Schwergewichte.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)