Major-Geschichte im Royale Birkdale Golf Club in England: Lucas Herbert bliebt bei der 154. Ausgabe der Open Championship mit einer 62er-Runde acht Schläge unter Par und stellte damit den Rekord für die niedrigste Runde der Major-Geschichte ein.
The Open: Golf-Duo schreibt Major-Geschichte
Historische Major-Runden für Golf-Duo
Mit insgesamt 132 Schlägen übernahm der LIV-Golfer die Führung vor den Amerikanern Jackson Suber, Cameron Young und Ryan Gerard (jeweils 134).
DeChambeau nachträglich bestraft
Der zweimalige Major-Sieger Bryson DeChambeau (135) hatte zunächst als Zweiter nur einen Schlag mehr als Herbert auf der Scorecard, wurde aber nachträglich bestraft: Offenbar hatte er unbeabsichtigt hohes Gras neben seinem Ball flachgetreten und damit die Bedingungen für einen Schlag verbessert. Zwei Strafschläge waren die Folge, DeChambeau ist damit nur noch Fünfter.
Beinahe wäre Herbert sogar der erste Spieler mit einer 61 bei einem Major geworden. Auf der Schlussbahn vergab der 30-Jährige jedoch einen kurzen Par-Putt und musste sich mit einem Bogey begnügen. Zuvor hatte er mit 28 Schlägen auf den ersten neun Löchern einen Open-Rekord aufgestellt.
Zwei Rekorde an einem Tag
Wenig später zog Sam Burns nicht minder spektakulär nach: Auch der US-Amerikaner spielte eine 62 und egalisierte damit den Major-Rekord. Er liegt zur Halbzeit des Turniers mit 135 Schlägen ebenfalls nah an der Spitze. Auch der Weltranglistenerste und Vorjahressieger Scottie Scheffler (USA/136) ist als Achter noch aussichtsreich im Rennen.
Die beiden deutschen Golfer Tiger Christensen und Tim Wiedemeyer sind dagegen beim mit 17 Millionen Dollar dotierten Major zur Halbzeit ausgeschieden. Christensen (22) spielte am Freitag wie bereits zum Auftakt eine 75 und verpasste mit insgesamt zehn Schlägen über Par ebenso den Cut wie Wiedemeyer.
Der 21 Jahre alte Amateur fiel nach seiner 73 vom Vortag mit einer erneuten 73 ebenfalls auf +6 zurück und musste den Traum von der Teilnahme am Wochenende beim größten Golf-Turnier außerhalb der USA aufgeben.
Vor allem für den ambitionierten Christensen dürfte das Ergebnis eine Enttäuschung sein: Anders als am Donnerstag gelang dem 22-Jährigen diesmal keine späte Aufholjagd. Für den Hamburger endete damit auch seine zweite Teilnahme an der Open vorzeitig. Bereits 2023 hatte er als Amateur den Cut verpasst.