Im Handball soll noch mehr Gerechtigkeit Einzug halten.
Videobeweis im Handball steht vor einer folgenschweren Ausweitung
Videobeweis! Zügige Änderung
Wie der europäische Handballverband auf seiner Homepage verkündete, beschloss das Exekutivkomitee auf seiner Sitzung in Stockholm am vergangenen Samstag, dass der Videobeweis in Zukunft ausgeweitet werden soll. (NEWS: Alles zum Handball)
Explizit geht es darum, dass nun auch die Trainer einmal pro Spiel eine Schiedsrichterentscheidung anfechten und einen Videobeweis einfordern können.
Nachdem das Exekutivkomitee grünes Licht für diese Neuerung gegeben hat, wird der Vorschlag nun an den Technischen Schiedsrichterausschuss und die Wettbewerbskommission weitergeleitet. Diese behandeln das Thema auf ihren Sitzungen am 23. und 24. Februar. Im Anschluss wird der Vorschlag in den zuständigen Gremien Mitte März besprochen.
Änderung schon zum Final4 in Köln möglich
Wird diese Änderung dort beschlossen, wären die EHF-Final4-Veranstaltungen in Budapest und Köln eine mögliche Option für die Premiere. Während die Frauen am 3. und 4. Juni im MVM Dome in Budapest um die Krone in Europas Klub-Handball wetteifern, duellieren sich die Männer am 17. und 18. Juni in der Lanxess Arena.
Wie etabliert der Videobeweis im Handball mittlerweile ist, zeigte die Handball-WM 2023 in Polen und Schweden. Im Gruppenspiel zwischen Portugal und Brasilien bekamen die Südamerikaner in einer hitzigen Schlussphase einen Siebenmeter nach Videobeweis zugesprochen, welcher zum 28:28-Asgleich führte. (NEWS: Siegtor? Video-Wirbel bei Handball-WM)
Zudem sorgte eine Bestrafung nach Sichtung der Bilder durch die Unparteiischen im Spiel der USA und Bahrain für einen Eklat. US-Nationalspieler Paul Skorupa soll seinen Gegenspieler gebissen haben. Die Schiedsrichter sahen sich die Szene nochmal an und kamen zu ebendiesem Schluss. In der Folge wurde der in Düsseldorf geborene Kreisläufer vom Platz gestellt. (NEWS: WM-Eklat: War alles ganz anders?)