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Handball-Revolution in Frankreich

Handball-Revolution in Frankreich

Die französische Handballliga passt ihren Spielmodus an. Künftig wird die Meisterschaft in Playoffs entschieden, was die Attraktivität steigern soll.
Frankreich hat den Halbfinal-Einzug bei der Handball-EM 2026 nicht mehr in der eigenen Hand. Trainer Guillaume Gille hofft auf ein "Endspiel" gegen Deutschland und warnt zugleich vor dem nächsten Gegner.
Die französische Handballliga passt ihren Spielmodus an. Künftig wird die Meisterschaft in Playoffs entschieden, was die Attraktivität steigern soll.

Schon im vergangenen Jahr gab es entsprechende Planungen, jetzt ist es offiziell beschlossen: Die französische Handballliga hat ihren Spielmodus geändert und Playoffs eingeführt.

Ab sofort wird die Liqui Moly StarLigue zunächst im regulären Modus mit 16 Mannschaften und 30 Spieltagen absolviert – Meister wird allerdings nicht unmittelbar der Verein, der nach dem 30. Spieltag Erstplatzierter ist.

Meisterschaft wird im Playoff-Modus entschieden

Die vier bestplatzierten Teams kämpfen stattdessen nach Ablauf der regulären Saison um den Titel. Im Europapokalmodus wird dann mit Hin- und Rückspiel der französische Meister ausgespielt.

Der Erste spielt gegen den Vierten, der Zweite gegen den Dritten. Den Heimvorteil im Rückspiel haben jeweils die beiden Teams, die die reguläre Saison besser abgeschlossen haben. Das Endspiel wird anschließend als Einzelmatch auf neutralem Boden ausgetragen.

Frankreichs Ligapräsident Fabrice Boutet ist von der Umstellung überzeugt: „Durch die Steigerung der sportlichen Intensität, der Medienpräsenz und des Fanerlebnisses am Ende der Saison trägt diese Reform zu einer nachhaltigen Steigerung der Attraktivität und des Gesamtwerts der Liqui Moly StarLigue für ihr gesamtes Ökosystem bei.“

Dann wird Frankreichs Meister gekrönt

Die reguläre Saison der französischen Liga soll Mitte Mai (19.05.) enden. Danach steigen die Halbfinals am 26. und 29. Mai, das entscheidende Meisterschaftsfinale folgt am 4. Juni.

Gleichzeitig kämpfen auch die Mannschaften auf den Plätzen fünf bis acht im Playoff-Modus um einen Europapokalplatz. Die Entscheidung um Platz fünf wird ebenfalls Anfang Juni fallen.

Die Umstellung solle der Liga zufolge zur Steigerung der Begeisterung in der Öffentlichkeit beitragen. Zusätzlich sei das Ziel, über die Meisterschaft die Medienberichterstattung zu erhöhen und „die wirtschaftliche Entwicklung der Vereine, der Liga und ihrer Partner zu unterstützen, während gleichzeitig die Gesundheit der Spieler geschützt wird“.

Um einer möglichen Überbelastung entgegenzuwirken, sollen die an den Playoffs beteiligten Teams erst entsprechend später in den Pokalwettbewerb Coupe de France einsteigen.

In Frankreich kämpfen derzeit gleich mehrere Teams um die Top-Platzierung. Tabellenführer ist aktuell Meister Paris Saint-Germain, der HBC Nantes und Rekordmeister Montpellier Handball liegen jedoch nur zwei bzw. vier Punkte dahinter.