Viola Leuchter schwärmt von den positiven Reaktionen, Markus Gaugisch mahnt zu Nachhaltigkeit: Die deutsche Nationalmannschaft spürt nach ihrem Silber-Coup bei der Heim-WM Rückenwind, will die Entwicklung des Frauenhandballs aber weiter mit vorantreiben. „Wir hatten Erfolg, aber es ist ja oft so, dass Dinge nur ein Strohfeuer sind. Jetzt geht es darum, weiter dran zu arbeiten“, sagte Bundestrainer Gaugisch bei einem Medientermin: „Ich bin gespannt, ob wir das hinkriegen.“
DHB-Erfolg nur "Strohfeuer"? Gaugisch mahnt zu Nachhaltigkeit
Gaugisch mahnt zu Nachhaltigkeit
Der DHB-Coach erinnerte daran, dass es „schon öfter der Fall war, dass Sportarten über den Erfolg kurz in der Öffentlichkeit waren, dann aber wieder verschwunden sind“. Für den Frauenhandball wünscht er sich das Gegenteil. „Da sind wir alle aufgefordert“, sagte Gaugisch: „Wir mit Leitung und guter Arbeit.“ Der Frauensport generell solle „einen positiven Stempel“ bekommen und in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen werden, „dass Mädchen zum Sport kommen, weil sie Vorbilder haben. Das ist ein gemeinsamer Auftrag an alle, da weiterzuarbeiten.“
Rückraumspielerin Leuchter hat in den 80 Tagen seit der Weltmeisterschaft gute Erfahrungen gemacht. „Es war wirklich enorm, wie viele Rückmeldungen man bekommen hat. Es sind einfach viele Leute auf einen zugekommen danach, und man hat wirklich gespürt, dass diese WM etwas verändert hat in der Wahrnehmung“, sagte die Linkshänderin.
Leuchter berichtete von ihrem Heimatverein HC Weiden, mit dem sie noch immer in engem Kontakt steht. „Da habe ich die Rückmeldungen bekommen, dass sich 40 Mädels neu zum Handball angemeldet haben für die neue Saison. Das ist natürlich am Ende genau das, wofür wir das Ganze machen. Dass man junge Jungs und Mädels zum Handball bringt, das ist schon sehr viel wert und freut uns extrem, dass wir so einen Eindruck hinterlassen haben.“