Deutsche Gala in EM-Quali
66 Tage vor der Heim-WM zeigt das DHB-Team im letzten Länderspiel des Jahres eine starke Vorstellung. Das EM-Ticket dürfte nur noch Formsache sein.
Zwei Spiele, zwei Siege: Deutschlands Handballer haben ihre Pflichtaufgaben in der EM-Qualifikation mit Bravour gemeistert. Drei Tage nach dem souveränen Erfolg gegen Belgien (42:32) feierte die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason beim 39:27 (24:12) in der Slowakei ein wahres Schützenfest und kann sich jetzt ganz auf die Heim-WM im Januar konzentrieren.
Hinten bärenstark, vorne eiskalt: Das deutsche Team ließ am Sonntagabend von Beginn an überhaupt nichts anbrennen. Vor allem in der ersten Halbzeit überzeugte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit konzentrierter Defensivarbeit und Torgefahr von sämtlichen Positionen – und machte damit richtig Lust auf das Turnier-Highlight zu Jahresbeginn. Rechtsaußen Lukas Zerbe avancierte mit sieben Treffern zum besten deutschen Werfer vor rund 1500 Zuschauern in Presov.
Deutsches EM-Ticket dürfte nur noch Formsache sein
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes sah eine „deutlich Steigerung vor allem in der Abwehr. Das war die richtige Reaktion gegenüber dem in der Abwehr nicht ganz optimalen Spiel gegen Belgien. Wir waren von Anfang an konzentriert, wohlwissend, dass wir bei der Weltmeisterschaft solche Gegner nach der Vorrunde sicherlich nicht mehr haben werden.“
Mit 4:0 Punkten führt Deutschland die Qualifikationsgruppe 7 vor den ebenfalls verlustpunktfreien Italienern mit ihrem deutschen Nationaltrainer Bob Hanning an. Das EM-Ticket für die Endrunde 2028 in Spanien, Portugal und der Schweiz dürfte nur noch Formsache sein. Neben den Teams auf den ersten beiden Plätzen qualifizieren sich auch die vier (von acht) besten Gruppendritten.
66 Tage vor dem WM-Start nutzte Gislason das letzte Länderspiel des Jahres nochmal, um sein Personal ausgiebig zu testen. Während Spielmacher Juri Knorr erkältungsbedingt fehlte, verteilte der DHB-Coach die Spielanteile und verschaffte sich vor der WM-Kadernominierung am 14. Dezember einen Überblick.
Deutschland überzeugt im Kollektiv
Auf Linksaußen, einer von zwei noch offenen Positionen, überzeugte in seinem zweiten Länderspiel erneut David Móré mit einer hundertprozentigen Trefferquote. Und im rechten Rückraum durfte sich Niklas Theiß, der ebenfalls am Donnerstag gegen Belgien debütiert hatte, noch einmal beweisen.
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Das deutsche Team überzeugte gegen die international bestenfalls zweitklassigen Slowaken aber vor allem mit ihrem Kollektiv. Egal, welche Besetzung Gislason auf die Platte schickte, die deutsche Mannschaft funktionierte als kompakte Einheit. Im Tor verliehen die Keeper Andreas Wolff, der gegen Belgien noch pausiert hatte, und David Späth dem Team zusätzliche Stabilität.