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Handball-WM 2023: "Verrückt" - Spanien besiegt Norwegen nach Drama in Verlängerung

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Handball-WM 2023: "Verrückt" - Spanien besiegt Norwegen nach Drama in Verlängerung

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Der Ballverlust in die Katastrophe

Erst eine doppelte Verlängerung beschert Spanien bei der Handball-WM gegen Norwegen den Einzug ins Halbfinale. Zu Matchwinnern werden vor allem Daniel Duschebajew und ein Torhüter - dank eines fatalen Ballverlustes. Lockerer kommt Titelverteidiger Dänemark weiter.
Deutschlands Handballer sind raus bei der WM. Keeper Andreas Wolff glänzt über weite Strecken und spricht kurz nach der Partie bei SPORT1.
Christian Paschwitz
Christian Paschwitz
Robin Wigger
Robin Wigger

Was für ein Thriller! Nach zweimaliger Verlängerung ist Spanien in das Halbfinale bei der Handball-WM eingezogen.

Die Iberer setzten sich in Danzig nach dramatischem Spielverlauf mit 35:34 (32:32, 29:29, 25:25, 13:12) gegen Norwegen durch. (das Spiel zum Nachlesen im Liveticker)

Die Skandinavier hatten zuvor gegen Deutschland gewonnen (28:26) und damit Platz 1 in der Hauptrundengruppe erobert.

Völlig kurios: Spanien, das nun in der Runde der letzten vier auf das gegen Ungarn mit 40:23 (21:12) völlig dominante Dänemark trifft, hatte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit noch zurückgelegen, ehe Daniel Duschebajew mit der Schlusssirene den Ausgleich erzielte und sein Team in die Verlängerung führte.

Handball-WM: Spanien jubelt nach Overtime-Thriller

Entscheidend dabei: Norwegens Sander Sagosen vom THW Kiel war dabei in der Schlussminute ein Fehlwurf zum möglichen 26:24 unterlaufen - was sich rächten sollte.

Und dennoch: Drei Sekunden vor Schluss hatten die Skandinavier erneut Ballbesitz, weil auch Alex Duschebajew gegen Bergerud seinen Meister im Torwart fand.

Dann indes bekam der Ball führende Kristian Björnsen einen Rückpass abgepfiffen und verhalf Daniel Duschebajew so tatsächlich noch zum unverhofften wie für die Norweger katastrophalen Buzzerbeater.

Spanien wundert sich über Norwegen

Es war eine Szene, die bei mehreren Spaniern für Verwunderung sorgte. Gedeon Guardiola sagte zu SPORT1: „In diesem Moment glaubst du nicht mehr daran. Wir hatten ein bisschen Glück.“

Ähnlich äußerte sich Joan Canellas am SPORT1-Mikro: „Da habe ich selbst nicht mehr dran gedacht. Norwegen hätte werfen müssen – das war vielleicht ein Fehler. Es gab ein Zeitspiel und wir haben das letzte Tor geschafft. Sie haben geführt, 30 Sekunden vor dem Ende. Das war ein bisschen überraschend. Vielleicht hat er (Björnsen, Anm. d. Red.) die Zeit nicht gesehen.“

Auch Keeper Gonzalo Pérez de Vargas erkannte „einen Fehler von ihnen. Meiner Meinung nach hätten sie den Angriff beenden müssen, selbst wenn es kein Tor wird. Aber dann hätten wir keine Zeit mehr gehabt. Das war verrückt.“

Duschebajew und de Vargas Matchwinner

Daniel Duschebajew, wie Bruder Alex Sohn des zweimaligen Welthandballers Talant Duschebajew, war es dann auch, der in der Schlussminute der zweiten Overtime den Siegtreffer erzielte. Den letzten norwegischen Wurf parierte schließlich der starke Torhüter Pérez de Vargas und sorgte für Jubelstürme bei den Spaniern.

Die Dänen wiederum ließen am Mittwochabend in Stockholm überhaupt nichts anbrennen. Bester Werfer in der von Beginn an einseitigen Partie war Mathias Gidsel, der Rückraumspieler vom Bundesliga-Tabellenführer Füchse Berlin versenkte neun seiner zehn Würfe.

Titelverteidiger Dänemark blieb damit auch im 26. WM-Spiel nacheinander ohne Niederlage und ist damit alleiniger Rekordhalter vor den Franzosen, die schon einmal 25 WM-Spiele unbesiegt geblieben waren und nun im Viertelfinale Deutschland mit 35:28(16:16) ausschalteten.

Das Duell Dänemark gegen Spanien ist die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2021, damals gewannen die Nordeuropäer 35:33.

Außerdem steht Europameister Schweden nach dem souveränen 26:22 (14:9) gegen Afrikameister Ägypten als Halbfinalteilnehmer fest. Dort geht es gegen Deutschland-Schreck Frankreich.

Bob Hanning ist angetan von der Leistung des Deutschen Handballer. Er habe „große Hoffnung“ in die Zukunft.
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Handball WM: Bob Hanning prophezeit eine „goldene Zukunft“ für DHB