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Hockey-WM: Deutschland will trotz Brechergruppe ins Halbfinale

Henning vor WM: „An einem guten Tag können wir alle schlagen“

Der Hockey-Bundetrainer geht trotz einer "Brechergruppe" und einer neu zusammengewürfelten Mannschaft optimistisch in das Turnier.
Geht optimistisch in die WM: André Henning
Geht optimistisch in die WM: André Henning
© picture alliance/foto2press/SID/Oliver Zimmermann
Der Hockey-Bundetrainer geht trotz einer "Brechergruppe" und einer neu zusammengewürfelten Mannschaft optimistisch in das Turnier.

André Henning beschrieb es als „absolute Brechergruppe“, Tom Grambusch erwartet „drei Kracher mit unterschiedlichen Anforderungen“ – trotzdem gehen der Hockey-Bundestrainer und sein Mannschaftskapitän optimistisch in die WM (15. bis 30. August) in Belgien und den Niederlanden.

„An einem guten Tag können wir alle schlagen“, sagte Henning in einer Medienrunde am Dienstag: „Wir wollen um den Titel mitspielen, Ziel ist das Halbfinale.“

Honamas peilen Zwischenrunde an

In der Vorrunde trifft Deutschland auf den vermeintlichen Underdog Malaysia, aber auch auf Gastgeber und Mitfavorit Belgien sowie den Olympia-Vierten aus Frankreich. „Als deutsches Team mit der Geschichte ist es natürlich vermeintlich eine Selbstverständlichkeit, in die Zwischenrunde zu kommen“, sagte der Bundestrainer, fügte angesichts der neu formierten Mannschaft aber hinzu: „Wir werden Spiel für Spiel gucken.“ Das Motto für sein Team, das angesichts seiner Erfolge in wichtigen Wettbewerben – WM-Gold 2023, Olympiasilber 2024 und EM-Gold 2025 – als Turniermannschaft gilt, laute: „Neues Turnier, neuer Angriff.“

Die „Honamas“ werden jedoch „keine Mission Titelverteidigung“ anstreben, so Grambusch. Das Team habe seit der Heim-EM im vergangenen Jahr durch einige Rücktritte „eine Menge an Qualität und Erfahrung verloren, aber gleichzeitig Potenzial gewonnen. Die Frage ist, wie schnell kriegen wir dieses Potenzial in Qualität und Performance umgemünzt?“, sagte der 31-Jährige, der das Kapitänsamt 2025 von seinem älteren Bruder Mats übernommen hat.

Im WM-Kader stehen neben Grambusch acht weitere Weltmeister von 2023, aber auch viele junge Spieler. Sein „Hauptauftrag“, sagte Henning, war das „Stabilisieren“ des Teams: „Es sind jetzt viele Leute in der Führungsrolle, die bisher noch keine hatten, zum Teil nicht mal in ihrem Verein. Das mal eben bei der Nationalmannschaft bringen zu müssen“ und dann auch noch „in einer relativ kurzen Zeit“, sei eine Herausforderung. Trotzdem überwiegt die Zuversicht: „Es hat sich viel in die richtige Richtung entwickelt, ich bin mit dem Prozess super zufrieden.“