Neun Jahre spielte Tom Grambusch an der Seite seines Bruders in der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, bei der WM in Belgien und den Niederlanden (15. bis 30. August) tritt er in Mats‘ Fußstapfen – und führt die „Honamas“ als Kapitän an.
Hockey-WM: Tom Grambusch führt Honamas – Kapitän wie Bruder Mats
Neue Grambusch-Ära beginnt
„Ich werde mit Sicherheit nochmal mit Mats telefonieren, bevor es losgeht“, sagte Grambusch in einer Medienrunde am Dienstag: „Grundsätzlich stehe ich in einem sehr regen Austausch mit ihm.“
Grambusch: Kapitän mit eigenem Stempel
Der 31-Jährige, der bisher 150 Länderspiele absolviert hat, will seinen Bruder dennoch „nicht kopieren“, sondern dem Amt seinen „eigenen Stempel aufdrücken – nicht um anders zu sein als mein Bruder, sondern weil wir verschiedene Typen mit verschiedenen Stärken sind“. In ihrer gemeinsamen Zeit beim Deutschen Hockey-Bund (DHB) wurden die Brüder nicht nur Welt- und Europameister, sondern gewannen 2016 (Bronze) und 2024 (Silber) auch zwei olympische Medaillen.
Vom Team nach dem Rücktritt seines Bruders 2025 als Nachfolger gewählt worden zu sein, gebe ihm „Rückhalt“, sagte Grambusch: „Ich bin sehr froh, dass ich das Amt ausfüllen darf.“ Der Spieler von Rot-Weiss-Köln fügte an: „Bislang fühle ich mich damit ganz wohl und ich glaube, die Jungs auch. Ob das Ganze dann erfolgreich ist, werden wir in den kommenden drei Wochen sehen.“
Am Samstag trifft Grambusch mit der DHB-Auswahl bei der WM und seinem ersten großen Turnier als Kapitän in der Vorrunde zunächst auf den Underdog Malaysia, es folgen die Partien gegen Gastgeber und Mitfavorit Belgien (17. August) sowie den Olympia-Vierten aus Frankreich (19. August).