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So lief Bolts Profi-Fußballtraining

So lief Bolts Profi-Fußballtraining

Der Ex-Sprinter legt beim australischen Erstligisten Central Coast Mariners mit dem Training los. Sein Start ist holprig - seine Träume sind aber ungebrochen groß.
Der ehemalige Super-Sprinter absolviert bei den Central Coast Mariners sein erstes Probetraining und will sich für einen Vertrag empfehlen.

Usain Bolt läuft hinterher. Der Ball fliegt an seinen Füßen vorbei, nach links, nach rechts. Der einst schnellste Mann der Welt muss sich ganz schön strecken, um beim "5 gegen 2" endlich an den Ball zu kommen.

Jede Bewegung des Jamaikaners, in langer Hose und mit schwarzen Handschuhen bei 14 Grad, wird beim Trainingsauftakt der Central Coast Mariners genau beobachtet.

Bolt kämpft in der australischen Provinz für seinen großen Traum. Der Weltrekordsprinter über 100 und 200 Meter und frühere Superstar der Leichtathletik will sich seinen ersten Vertrag als Profifußballer verdienen - und es den Zweiflern zeigen.

"Ich habe die Begabung, sehr schnell zu lernen", sagte Bolt nach dem offiziellen Startschuss: "Es ist wie in der Leichtathletik. Der erste Tag ist immer der härteste."

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Bolt gleich im Fokus

Bolt muss schnell und offenbar noch viel lernen. Bei der rund 45-minütigen Einheit nahm der Jamaikaner noch nicht am Trainingsspiel teil. Während der Passübungen und des Strechings stand der schillernde Weltstar aber voll im Fokus des Großaufgebots an Fotografen, Kameraleuten und Reportern.

"Ich möchte nicht als schnellster Mann der Welt angesehen werden, sondern als Fußballer", sagte Bolt: "Denn das möchte ich sein."

Das internationale Medieninteresse ist neu für den Vorjahresletzten der A-League. Zuvor hatte Bolt, seit Dienstag 32 Jahre alt, auch schon bei seinen Auftritten bei Borussia Dortmund und Strömsgodset IF in Norwegen für Wirbel gesorgt.

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Nun soll er auf unbestimmte Zeit in Down Under vorspielen. Für den Klub aus Gosford, 75 km nördlich von Sydney, beginnt die Saison Ende Oktober - mit dem achtmaligen Olympiasieger? "Ich setze mir keine Ziele", sagte Bolt, "ich werde einfach arbeiten. Ich bin hier, um zu lernen und besser zu werden."

Bolt wirkt nervös

Seine Stärken sieht das 1,95 Meter große Powerpaket in der Offensive, "aber der Trainer entscheidet, wo ich eingesetzt werde." Und ob er überhaupt eingesetzt wird. Chefcoach Mike Mulvey stellte zunächst Nervosität bei seinem neuen Schützling fest.

"Aber es war sein erster Tag. Er ist ein fantastischer Athlet, und wir sind begeistert, dass er hier bei uns ist", sagte er.

Bolt träumt von ManUnited

Bolt, der 2009 in Berlin die 100 Meter in der Fabelzeit von 9,58 Sekunden lief, scheint entschlossen, die Chance zu nutzen. Es soll sein erster Schritt sein auf dem Weg zu einem deutlich berühmteren Klub als den Mariners - er träumt von Manchester United.

"Und wenn es nur fünf Spiele wären oder eins", sagte Bolt.