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Marc-Vivien Foe: So kam es zu der Fußball-Tragödie 2003

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Marc-Vivien Foe: So kam es zu der Fußball-Tragödie 2003

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So kam es zur Tragödie um Foé

So kam es zur Tragödie um Foé

Im Jahr 2003 starb Marc-Vivien Foé bei der Partie zwischen Kamerun und Kolumbien. Als Todesursache entpuppte sich ein Herzinfarkt, Foé war vorerkrankt.
Die Spieler Kameruns gedachten ihrem verstorbenen Kollegen Marc-Vivien Foe
Die Spieler Kameruns gedachten ihrem verstorbenen Kollegen Marc-Vivien Foe
© Getty Images
. SPORT1
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von SPORT1

Es war eine der größten Tragödien des Fußballs.

Im Halbfinale des Confederation Cups am 26. Juni 2003 zwischen Kamerun und Kolumbien brach Kameruns Marc-Vivien Foé zusammen und verstarb kurz darauf an Herzversagen - mit 28 Jahren.

"Eriksen, der Junge hat Glück gehabt. Alles, was man braucht, um am Leben zu bleiben, war im Stadion", erinnerte sich der deutsche Coach im Gespräch mit dem SID: "Das hatten wir damals bei Marc-Vivien Foe nicht."

Wie war es zu der Tragödie von Foé gekommen?

Marc-Vivien Foé brach beim Confed Cup 2003 tot zusammen

16 Minuten vor Spielende war Foé, der zu diesem Zeitpunkt von Olympique Lyon an Manchester City verliehen war, im Mittelkreis des Stade de Gerland zusammengebrochen. "Wir wussten, dass er sofort tot war", schilderte Mitspieler Djemba Djemba 2018 in der Sun die Situation.

Arzt Dr. Heinz-Walter Löhr versuchte Marc Vivien Foé wiederzubeleben
Arzt Dr. Heinz-Walter Löhr versuchte Marc Vivien Foé wiederzubeleben

Tatsächlich war Foé zunächst noch am Leben, 45 Minuten lang versuchten Ärzte und Helfer, ihn wiederzubeleben - vergeblich. Ein Defibrillator, der Foés Leben womöglich gerettet hätte, war nach Schäfers Angaben damals nicht verfügbar.

Todesursache bei Foé: Herzinfarkt, bedingt durch Vorerkrankung

Die Todesursache konnte zunächst nicht geklärt werden, erst in einer zweiten Autopsie wurde festgestellt, dass Foé eine hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) hatte, eine erblich bedingte Vorerkrankung des Herzmuskels, die das Infarktrisiko bei sportlicher Betätigung erhöht. Der 2004, im Jahr nach Foé auf dem Platz verstorbene Miklos Feher soll ebenfalls HCM gehabt haben, auch der 2007 mit Todesfolge kollabierte Antonio Puerta hatte eine genetische Herzvorerkrankung.

Foés Witwe Marie-Louise wies zudem darauf hin, dass ihr Mann angeschlagen war und Magenprobleme hatte, sich aber keine Pause gönnen wollte, auch weil er die Partie im Heimstadion seines alten Vereins als besondere Motivation begriffen hatte.

Schäfer hatte auch während der Partie - die bei rund 40 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit besonders belastend war - erwogen, den erschöpft wirkenden Foé auszuwechseln, auch Mitspielern fiel sein schlechter Zustand auf - Foé aber signalisierte weiterspielen zu wollen. Wie verhängnisvoll das letztlich war: nicht zu erahnen zu diesem Zeitpunkt.