Türkei: UEFA setzt Inspektor ein

Türkei: UEFA setzt Inspektor ein

Die UEFA sieht nach den skandalösen Vorfällen während der türkischen EM-Qualifikationsspiele noch genauer hin. Die Untersuchungen werden ausgeweitet.
Die türkischen Spieler jubeln mit dem Militärgruß
Die türkischen Spieler jubeln mit dem Militärgruß
© Getty Images
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
am 16. Okt

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) nimmt den militärischen Gruß einiger türkischer Nationalspieler während der zurückliegenden EM-Qualifikationsspiele noch genauer als bisher angekündigt unter die Lupe. Der Verband gab am Mittwoch bekannt, dass eigens ein "Ethik- und Disziplinar-Inspektor" zur Untersuchung der Vorfälle eingesetzt wurde.

Der militärische Gruß der türkischen Nationalspieler ist nicht die erste politische Botschaft, die aus einem Stadion verschickt worden ist
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Politische Statements und Skandale im Fußball

Bereits am Dienstag hatte die UEFA angekündigt, dass eine Untersuchung aufgrund der Vorkommnisse während der Spiele in Frankreich (1:1) am Montag und gegen Albanien (1:0) am vergangenen Freitag eingeleitet wird. Dabei geht es um "mögliches provokatives politisches Verhalten" der türkischen Spieler.

Das UEFA-Regelwerk verbietet politische Äußerungen in Stadien. Ob es zu einer Strafe gegen die Türkei kommt, ist offen. Die UEFA müsste den Spielern nachweisen, dass sie mit der Geste die umstrittene Militär-Offensive in Nordsyrien befürworten.