US-Star Rapinoe widerspricht Biden

US-Star Rapinoe widerspricht Biden

Megan Rapinoe befürchtet nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington weitere Ausschreitungen der Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump.
Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe will "die Welt zu einem besseren Ort machen". Im Interview spricht sie über ihre Ziele.
Weltmeisterin Rapinoe: So kämpfe ich gegen Diskriminierung
01:50
SID
von SID
am 13. Jan

US-Fußballstar Megan Rapinoe befürchtet nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington weitere Ausschreitungen der Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump.

"All die Aufrufe zur Einheit und zum Vorwärtskommen können offensichtlich nicht ohne Gerechtigkeit auskommen. Wenn wir dies nicht bestrafen und in vollem Umfang untersuchen, regt das nur an, dass mehr davon passiert", sagte die Weltmeisterin bei einer digitalen Presserunde des US-Nationalteams.

Die energische Trump-Gegnerin Rapinoe, seit Jahren Aktivistin für soziale Gerechtigkeit, ordnete die gewalttätigen Vorfälle explizit anders ein als der zukünftige Präsident Joe Biden. "Das ist Amerika. Machen Sie sich nichts vor. Ich denke, wir haben sehr wohl unser wahres Gesicht gezeigt", sagte die 35-Jährige zur "beängstigenden" Lage in den USA.

Biden hatte erklärt: "Diese chaotischen Szenen stehen nicht für das wahre Amerika." Rapinoe widersprach: "Es ist nicht das erste Mal, dass wir einen solchen mörderischen Mob sehen. Die Entfesselung eines Mobs der weißen Vorherrschaft ist nichts Neues für Amerika, wie People of Color sehr gut wissen." Beim versuchten Aufstand am 6. Januar in der US-Hauptstadt waren fünf Menschen, darunter ein Polizist, ums Leben gekommen.

Eine klare Botschaft hatte Rapinoe auch, als sie auf das Foto einer Trump-Anhängerin angesprochen wurde, die bei der Rückkehr aus Washington in einem Fan-Pullover des US-Frauennationalteams abgelichtet wurde. "Wir wollen einen Ort schaffen, der inklusiv, sicher und divers ist für unsere Fans und als Kulisse für unsere Spielerinnen, für die Menschen, die im Fernsehen zusehen und für die Medien, die darüber berichten. Also bring diesen Bullshit nicht hierher."