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FIFA treibt WM-Pläne weiter voran

FIFA treibt WM-Pläne weiter voran

Die FIFA sieht sich bei ihren Überlegungen, die Fußball-WM alle zwei Jahre auszutragen, durch eine Fan-Umfrage bestätigt.
Die Runde des STAHLWERK Doppelpass diskutiert über den Plan der FIFA, die Fußball-WM alle zwei Jahre durchzuführen und sind schnell einer Meinung.
SID
von SID
am 16. Sept

Die FIFA sieht sich bei ihren Überlegungen, die Fußball-WM alle zwei Jahre auszutragen, durch eine Fan-Umfrage bestätigt.

„Die Mehrheit der Fans spricht sich für eine häufigere Austragung aus“, teilte der Weltverband am Donnerstag als wichtigstes Ergebnis einer Erhebung unter 15.000 Fußball-Interessierten aus 23 Ländern in allen Kontinenten mit.

Demnach sprachen sich 55 Prozent für eine häufigere WM-Austragung aus.

Aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Intervallen bedeuteten allerdings die 45 Prozent für eine WM alle vier Jahre Platz eins vor „alle zwei Jahre“ (30 Prozent), „alle drei Jahre“ (14 Prozent) und „jedes Jahr“ (11 Prozent).

Auffällig: Vor allem ältere Fans sprachen sich demnach für den Erhalt des Status Quo aus.

Befragt wurden Fans aus großen Fußball-Nationen wie Deutschland, aber auch kleineren Ländern wie Indonesien oder Neuseeland. Die unabhängige Onlinebefragung fand bereits vom 29. Juni bis 9. Juli statt, wurde aber erst jetzt veröffentlicht.

Derzeit führt die FIFA im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu einem veränderten WM-Intervall eine erweiterte Umfrage durch, an der über 100.000 Personen in mehr als 100 Ländern teilnehmen.

In Deutschland sehen die Fans die Pläne eher kritisch. Bei einer aktuellen Umfrage der Voting-Plattform FanQ im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (SID) hielten 83,5 Prozent die Idee einer häufiger stattfindenden Weltmeisterschaft für schlecht oder sehr schlecht.

Nur 11,7 Prozent der 1120 befragten Anhänger stimmten bei dieser Frage für gut oder sehr gut ab.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte angekündigt, möglichst „bis Ende des Jahres“ über eine Änderung von vier auf zwei Jahre zu entscheiden.

UEFA-Boss Aleksander Ceferin drohte bereits mit Boykott, auch die südamerikanische Konföderation CONMEBOL sprach sich gegen das neue Modell aus.