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Schiedsrichter-Skandal um Barca: Durchsuchung angeordnet

Schiri-Skandal um Barca spitzt sich zu

Im Zuge des Schiedsrichterskandals um den FC Barcelona werden Räumlichkeiten durchsucht. Die Vorwürfe richten sich auch gegen zwei Ex-Präsidenten.
Schiedsrichter-Skandal um Barcelona spitzt sich zu
Schiedsrichter-Skandal um Barcelona spitzt sich zu
© AFP/SID/PAU BARRENA
Im Zuge des Schiedsrichterskandals um den FC Barcelona werden Räumlichkeiten durchsucht. Die Vorwürfe richten sich auch gegen zwei Ex-Präsidenten.

Der Schiedsrichterskandal, in den der spanische Fußball-Topklub FC Barcelona verwickelt ist, spitzt sich zu.

Wie das zuständige Oberste Gericht von Katalonien am Donnerstag in einer Erklärung mitteilte, wurde eine Durchsuchung der Räumlichkeiten der Schiedsrichter-Zentrale des Landes angeordnet.

Dabei seien keine Festnahmen geplant, sagte ein Sprecher der für die Durchsuchung verantwortlichen Guardia Civil der Nachrichtenagentur AFP.

Im März hatte die Staatsanwaltschaft den FC Barcelona, ehemalige Vereinsfunktionäre und Ex-Schiedsrichter Jose Maria Enriquez Negreira wegen „Korruption“, „Untreue“ und „gefälschter Unterlagen“ angeklagt.

Vorwürfe gegen Barcelona wegen Millionen-Zahlen

Die von der Staatsanwaltschaft Barcelona erhobenen Vorwürfe richteten sich insbesondere gegen Barca als juristische Person sowie gegen die ehemaligen Vereinspräsidenten Josep Maria Bartomeu und Sandro Rosell.

Hintergrund sind Millionen-Zahlungen bis ins Jahr 2018 an ein Unternehmen Negreiras, der damals Vizepräsident des Schiedsrichter-Ausschusses war.

Beide Seiten haben die geschäftlichen Verbindungen eingeräumt, bestreiten aber den Vorwurf der Korruption. Laut Negreira habe seine Firma den Verein mündlich darüber beraten, wie sich die Spieler gegenüber bestimmten Unparteiischen verhalten sollten. Barca bezeichnete solche Beraterdienste als „normal“.