Int. Fußball>

Einbürgerungsskandal: CAS stärkt FIFA-Sanktionen

CAS stärkt FIFA-Sanktionen

Die FIFA sperrt sieben Spieler wegen manipulierter Dokumente, der CAS bekräftigt die Entscheidung – bis auf eine Ausnahme.
Strafen für den malaysischen Fußballverband (FAM)
Strafen für den malaysischen Fußballverband (FAM)
© AFP/SID/MOHD RASFAN
Die FIFA sperrt sieben Spieler wegen manipulierter Dokumente, der CAS bekräftigt die Entscheidung – bis auf eine Ausnahme.

Im Zuge des Einbürgerungsskandals hat der Internationale Sportgerichtshof CAS einer Berufung des malaysischen Fußballverbandes (FAM) teilweise stattgegeben, die Sanktionen des Weltverbands FIFA aber größtenteils bestätigt. Die FIFA hatte sieben Spieler der malaysischen Nationalmannschaft aufgrund gefälschter Dokumente für zwölf Monate gesperrt.

Das CAS-Gremium bekräftigte die Entscheidung - allerdings nur für offizielle Spiele und nicht, wie von der FIFA vorgesehen, für alle fußballbezogenen Aktivitäten. Auch die von der FIFA verhängte Geldstrafe von knapp 390.000 Euro gegen den FAM bleibt bestehen.

Die im Ausland geborenen Spieler waren vom FAM auf Grundlage „manipulierter Dokumente“ eingebürgert worden, keiner der Spieler hat Vorfahren in Malaysia. „Nach Prüfung der Beweise stellte das CAS-Schiedsgericht fest, dass die Fälschung von Spielberechtigungsdokumenten nachgewiesen war und die zwölfmonatige Spielsperre angesichts der Mitschuld der Spieler an diesem Betrug eine angemessene und verhältnismäßige Sanktion darstellte“, hieß es in der vorläufigen Entscheidung des CAS am Donnerstag.

Gesperrte Spieler dürfen wieder trainieren

Das Training dürfen die Spieler in ihren Vereinen aber wieder aufnehmen. Die Spielsperre beginnt am 5. März, drei Monate, in denen die Sperre bereits verbüßt wurde, werden angerechnet.

Schon in seiner Berufung räumte der FAM „institutionelle Mängel“ ein und bestritt nicht, möglicherweise für den Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarkodex verantwortlich zu sein. Dennoch beantragte der Verband in seiner Berufung die Aufhebung der Sanktionen und eine verminderte Geldstrafe. Die Spieler beantragten ihrerseits die vollständige Aufhebung der FIFA-Entscheidung, da ihnen kein Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorgeworfen werden könne.

Schon vor dem CAS-Entscheid hatte der Einbürgerungsskandal Konsequenzen nach sich gezogen. Ende Januar war der gesamte Vorstand des malaysischen Fußballverbandes zurückgetreten. Die FIFA hatte zudem drei Spiele Malaysias, in denen besagte Spieler zum Einsatz gekommen waren, nachträglich mit 0:3 gewertet.