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Irans Fußballerinnen: "Große Sorgen" um Familien und Freunde

Irans Fußballerinnen in großer Sorge

Das Team von Trainerin Marziyeh Jafari hat bei der Asienmeisterschaft wegen des Krieges keinen Kontakt in die Heimat.
Marziyeh Jafari: Nationaltrainerin aus dem Iran
Marziyeh Jafari: Nationaltrainerin aus dem Iran
© AFP/SID/IZHAR KHAN
Das Team von Trainerin Marziyeh Jafari hat bei der Asienmeisterschaft wegen des Krieges keinen Kontakt in die Heimat.

Irans Fußballerinnen gehen mit großen Sorgen um die Familien und Freunde in der Heimat ins zweite Gruppenspiel bei der Asienmeisterschaft in Australien. Durch eine Internetsperre ist es für die Spielerinnen fast unmöglich, Kontakt nach Hause zu halten.

„Natürlich machen wir uns große Sorgen um unsere Familien und unsere Lieben und alle anderen Menschen in unserem Land, zu denen wir keinen Kontakt mehr haben“, sagte Nationaltrainerin Marziyeh Jafari am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Australien am Donnerstag (19.00 Uhr Ortszeit): „Wir sind hier, um professionell Fußball zu spielen, und wir werden unser Bestes geben, um uns auf das bevorstehende Spiel zu konzentrieren.“

Stürmerin kämpft mit den Tränen

Stürmerin Sara Didar kämpfte mit den Tränen, als sie auf den Krieg angesprochen wurde. „Natürlich sind wir alle besorgt und traurig wegen der Ereignisse im Iran und wegen unserer Familien und Angehörigen“, sagte die 21-Jährige gegenüber Reportern.

Das Team war wenige Tage vor dem Start der Angriffe nach Australien gereist, ihre erste Partie gegen Südkorea hatten die Iranerinnen mit 0:3 verloren. Zum Abschluss der Gruppenphase steht am Sonntag noch das Spiel gegen die Philippinen an.

Irans Fußballerinnen nehmen nach ihrem Debüt 2022 in Indien zum zweiten Mal an einer Asienmeisterschaft teil.