Er ist zurück: Am Dienstagmorgen präsentierte der Französische Fußballverband (FFF) in einer Pressekonferenz Zinédine Zidane offiziell als neuen Nationaltrainer. Einer der größten und schillerndsten Spieler der französischen Historie sitzt nun also auf dem größten Trainerstuhl des Landes. Entsprechend gespannt waren die ersten Worte des 54-Jährigen im neuen Amt erwartet worden.
Zidanes bemerkenswerter erster Satz als Frankreich-Trainer
Zidanes bemerkenswerter erster Satz
Sein erster Blick ging aber nicht etwa auf das Abschneiden bei der vergangenen WM oder auf die EM in zwei Jahren. Seinen viel beachteten Premieren-Satz widmete Zidane den Helfern, die aktuell bei den verheerenden Waldbränden in Frankreich im Einsatz sind: „Zunächst möchte ich allen Feuerwehrleuten meine Unterstützung aussprechen – viele Familien durchleben gerade eine schwierige Zeit.“
Zinédine Zidane ist neuer Nationaltrainer Frankreichs
Danach ging Zidanes Fokus aber schnell zum eigentlichen Anlass der Pressekonferenz: „Ich möchte mich für das Vertrauen bedanken – beim Exekutivkomitee, mit dem ich heute Morgen gesprochen habe, sowie bei allen Mitarbeitern des FFF für ihre tägliche Arbeit.“
Für Zidane ist die Nationalmannschaft die zweite Station als Cheftrainer. Vorher war er zweimal bei Real Madrid im Einsatz. Zuerst übernahm er die Königlichen von 2016 bis 2018, später ein zweites Mal von 2019 bis 2021. In seinen beiden Amtszeiten holte er unter anderem zwei Meisterschaften, drei Champions-League-Titel und wurde einmal zum FIFA-Welttrainer gewählt. Seitdem hatte er keine Mannschaft mehr geleitet.
Erfolgreiche Karriere mit seinem Vorgänger
„Für mich steht der heutige Tag für Kontinuität – ein Traum geht in Erfüllung. In den vergangenen vier oder fünf Jahren habe ich Angebote erhalten, einen Verein zu übernehmen, sie aber alle zugunsten der französischen Nationalmannschaft abgelehnt. Das war das Einzige, was ich tun wollte“, erklärte er weiter.
Als Spieler trug Zidane 108 Mal das Trikot von Les Bleus. 1998 und 2000 gewann er die Welt- und Europameisterschaft. Beide Male gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger Didier Deschamps.
„Ich kenne diese Mannschaft, seit ich ein Kind war; ich habe in der Jugend angefangen und mich durch alle Ebenen bis zur A-Nationalmannschaft hochgearbeitet. Ich werde alles dafür tun, dass dieses Team weiterhin gewinnt; das ist mein Antrieb.“