Fußball-Fans in aller Welt blicken in gespannter Erwartung darauf, ob José Mourinho bei Real Madrid wieder für goldene Zeiten sorgt. Zum Auftakt könnte „The Special One“ seinen neuen, alten Klub erst einmal um drei Millionen Euro ärmer machen.
Ein neues Real-Juwel macht auf sich aufmerksam
Ein Juwel macht auf sich aufmerksam
Am Samstagabend steigt mit dem Auswärtsspiel bei Espanyol Barcelona (21.30 Uhr im LIVETICKER) der Saisonauftakt Reals bei Espanyol Barcelona. Mit besonderem Interesse schaut dabei auch Ligakonkurrent FC Sevilla nach Katalonien: Sollte sich Mourinho dabei nämlich entscheiden, dem in Sevilla ausgebildeten Talent Alexis Ciria zu dessen Profi-Debüt zu verhelfen, würde eine nachträgliche Bonuszahlung an den Ex-Klub fällig.
Davor zurückschrecken wird Mourinho im Zweifel nicht: Der 18 Jahre junge Offensivspieler hat in der Saisonvorbereitung auf sich aufmerksam gemacht – und könnte nun auch in der Liga ins Rampenlicht treten.
Alexis Ciria macht bei Real Madrid auf sich aufmerksam
In einem Freundschaftsspiel gegen AC Florenz spielte Flügelflitzer Ciria von Beginn an und schoss in der 24. Minute sogleich sein erstes Tor für die erste Garde der „Königlichen“.
Das Real-Leitmedium Marca fing direkt Feuer und rief die „Ciria-Revolution“ aus: „Merken Sie sich den Namen Alexis Ciria, wenn Sie es nicht ohnehin schon getan haben“, forderte das Blatt seine Leser auf.
In den beiden folgenden Tests gegen Ferencvaros Budapest und Deportivo La Coruna wechselte Mourinho den Youngster jeweils in der zweiten Halbzeit ein. In Budapest bereitete der U19-Nationalspieler ein weiteres Tor vor – und hat damit Eindruck hinterlassen.
„Er wird seine Minuten bekommen. Es ist eine lange Saison“, zitieren spanische Medien Mourinhos Trainerstab.
In der Jugend führte er sich mit einem Triple ein
Ciria, geboren in Badajoz nahe der portugiesischen Grenze, hatte sich schon in den vergangenen Jahren als vielversprechendes Juwel hervorgetan: dribbelstark, eine Waffe in 1:1-Situationen und torgefährlich.
Erst im Januar wechselte Ciria nach sechs Jahren in der Sevilla-Jugend in die spanische Hauptstadt – und eroberte sie im Sturm: Mit Reals U19-Mannschaft gewann er das Triple aus Meisterschaft, Pokal und UEFA Youth League und war in allen drei Wettbewerben Leistungsträger.
Auch in der dritten und zweiten Mannschaft Reals wurde Ciria eingesetzt und bereicherte beide Teams mit seinem Offensivdrang. „Er ist in sieben Monaten einen Weg gegangen, für den andere Jahre brauchen“, staunte die Marca über Cirias „kometenhaften“ Aufstieg.
Noch ist die Konkurrenz im A-Team zu groß
In der Sommervorbereitung der ersten Mannschaft fiel Ciria mit seinem Ehrgeiz auf: Er gönnte sich nur eine Woche Urlaub und investierte den Rest seiner Zeit in Trainingsarbeit. Da viele Real-Spieler noch länger im WM-Urlaub waren, hatte Ciria mehr Gelegenheit als üblich, sich zu zeigen – und nutzte sie.
Cirias Hauptaugenmerk in der kommenden Saison dürfte auf der B-Mannschaft Reals liegen – im A-Team wird die Konkurrenz erst einmal noch zu groß sein: Seine Lieblingsposition – Linksaußen – wird derzeit von Vinícius Jr. besetzt. Rodrygo wird, wenn er von seiner Verletzung zurückkommt, wohl auch die linke Außenbahn übernehmen wollen. Hinzu kommt noch, dass der Ex-Leipziger Yan Diomande ebenfalls gerne mal über die linke Seite kommt.
Nichtsdestotrotz: Der junge Ciria hat sein Potenzial angedeutet, in Zukunft eine größere Rolle in Madrid zu spielen. Es spricht viel dafür, dass die drei Millionen Euro, die Real noch für ihn zahlen muss, sich schnell rentieren werden.