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Australiens Schiedsrichter wollen keine Spiele leiten

Schiedsrichter treten in den Streik

Die Unparteiischen fordern eine direkte Anstellung beim australischen Fußballverband.
Schiedsrichter im australischen Fußball-Pokal
Schiedsrichter im australischen Fußball-Pokal
© Picture Alliance/SID/James Forrester
Die Unparteiischen fordern eine direkte Anstellung beim australischen Fußballverband.

Referee-Revolte in Down Under: Australische Fußball-Schiedsrichter wollen aus Protest gegen einen seit Langem schwelenden Vertragsstreit vorerst keine Spiele mehr pfeifen. Die Mitglieder der Schiedsrichtervertretung Professional Football Referees Association (PFRA) stimmten laut einer Mitteilung des Verbandes vom Freitag „mit überwältigender Mehrheit“ für den Rückzug von den kommenden Partien.

Hintergrund sind Pläne des australischen Fußballverbandes Football Australia, die Unparteiischen künftig direkt bei den Australian Professional Leagues (APL) unter Vertrag zu nehmen. Die Schiedsrichter sehen in diesem Vorhaben einen möglichen Interessenkonflikt, da die APL als Klubvereinigung für den Spielbetrieb der Liga und damit für die von ihnen geleiteten Partien verantwortlich ist. Sie fordern stattdessen direkte Verträge mit Football Australia oder einer unabhängigen Organisation sowie die Begleichung ausstehender Vergütungen.

„Niemand wird Schiedsrichter, weil er seine Dienste verweigern möchte. Diese Menschen lieben den Fußball und haben einen enormen Teil ihres Lebens dem Spiel gewidmet“, sagte PFRA-Präsident Evgeny Vizelman: „Dass wir uns vom Spielfeld zurückziehen, tut weh.“

Vom Streik betroffen ist auch das anstehende Halbfinalduell im australischen Pokal zwischen Rekordmeister Sydney FC und Melbourne Victory am kommenden Mittwoch. Nach Medieninformationen erwägt Football Australia deshalb, für die Partie einen Schiedsrichter aus dem Ausland einzufliegen.