Unschöne Szenen in den Niederlanden. Nach 65 gespielten Minuten zwischen dem FC Utrecht und den Go Ahead Eagles hatte Schiedsrichter Martin van den Kerkhof am Samstagabend genug und verkündete: Spielabbruch!
Spielabbruch! Explosion neben dem Tor
Spielabbruch! Explosion neben dem Tor
Nach einer Stunde hatte der Unparteiische die Partie in der Eredivisie beim Stand von 0:3 schon einmal unterbrochen. Schon zur Halbzeit lag Utrecht 0:1 hinten, nach der Pause kassierten die Hausherren in schneller Abfolge das 0:2 und 0:3. Daraufhin zündeten die frustrierten Heimfans Feuerwerk und nahmen dabei auch das Spielfeld ins Visier.
Boller explodiert direkt neben dem Tor
Ein Knaller explodierte direkt neben dem Torpfosten und in der Nähe von Eagles-Keeper Kjetil Haug. Auch als die Spieler schon auf dem Weg in die Kabinen waren, gab es noch mehrere Explosionen. Die Partie wurde daraufhin 20 Minuten unterbrochen, aber noch einmal angepfiffen.
Doch als kurz nach Wiederanpfiff und dem Treffer zum 1:3 auch noch Bierbecher aufs Feld flogen und die Situation erneut eskalierte, war Schluss.
Ein „schöner Fußballabend“ endet „auf diese schreckliche Weise“
Nach Spielende veröffentlichte Utrecht ein Statement und verurteilt die Aktionen der Fans aufs Schärfste. „Der FC Utrecht distanziert sich von den Ereignissen“, teilte der Klub dort mit.
„Wir sind enttäuscht“, erklärte General Manager Edo Keuning. „Was ein schöner Fußballabend hätte sein sollen, endet auf diese schreckliche Weise. Gerade das Werfen von Feuerwerk auf das Spielfeld ist inakzeptabel und gefährdet Spieler, Mitarbeiter und Fans. Das hat nichts damit zu tun, den FC Utrecht zu unterstützen.“
Utrecht will gegen Chaoten vorgehen
Man werde jetzt die verfügbaren Kameraaufnahmen prüfen und entsprechende Konsequenzen ziehen: „Wir haben Bilder und werden alles tun, um die Täter zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das ist die Folge dieses Verhaltens.“
Keuning betont außerdem, dass die Störenfriede nicht repräsentativ für alle Fans seien: „Tausende von Unterstützern haben das Team heute auf die richtige Weise unterstützt. Es ist zutiefst traurig, dass ihr Abend und der der Spieler und des Personals auf diese Weise endete.“
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)