Wirbel um Alexis Sánchez: „Können nicht alles umwerfen für den Promi“
Messi geärgert! Lewy trifft wie zu alten Bayern-Zeiten
Alexis Sánchez erlebt mit Montreal ein bitteres Finale in der Canadian Championship. Der ehemalige Arsenal-Star wartet vergeblich auf seine Einwechslung – und diskutiert mit seinem Trainer. Der findet deutliche Worte.
Bitterer hätte der Abend für Alexis Sánchez kaum enden können. Im Finale der Canadian Championship unterlag der CF Montreal dem Außenseiter Forge FV mit 2:4 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte. Der ehemalige Premier-League-Star musste das Drama von der Seitenlinie aus verfolgen.
Dabei sollte Sánchez kurz vor Schluss eigentlich doch noch für den MLS-Klub eingreifen. In der 120. Minute stand der 37-Jährige zur Einwechslung bereit, offenbar um beim anschließenden Elfmeterschießen mitzuhelfen. Doch bevor der Chilene den Rasen betreten konnte, pfiff der Schiedsrichter die Verlängerung ab – Sanchez blieb ohne Einsatzzeit.
Schon zuvor hatten TV-Bilder eine angespannte Diskussion zwischen dem Angreifer und Montreal-Trainer Philippe Eullaffroy gezeigt.
Trainer spricht Klartext über Alexis Sánchez
Nach dem verlorenen Finale musste sich Eullaffroy erklären. Seine Mannschaft hatte nach einem Platzverweis in der 54. Minute lange in Unterzahl gespielt. Das habe seine ursprünglichen Pläne durchkreuzt.
„Ich habe versucht, kreativ zu sein und zu überlegen, wie ich ihn bringen könnte. Nicht einfach nur, um ihn einzuwechseln, sondern damit er den Unterschied ausmachen kann“, erklärte der Franzose bezüglich Sánchez. Statt den Chilenen zu bringen, hatte Eullaffroy von Beginn an auf Stürmer Prince Owusu gesetzt. Eullaffroy begründete seine Entscheidung mit dessen Einsatzbereitschaft.
Der Montreal-Trainer wurde deutlich: „Prominenter Spieler oder nicht – wir schauen darauf, was er auf dem Platz leisten kann. Wir können nicht alles umwerfen, nur um einen berühmten Spieler spielen zu lassen.“
Ein zerrüttetes Verhältnis?
Die Bilder der hitzigen Unterhaltung warfen auch Fragen zum Verhältnis zwischen Sánchez und seinem Trainer auf. Eullaffroy bemühte sich jedoch, die Wogen zu glätten. „Es ist nichts zerbrochen. Zumindest nicht von meiner Seite“, versicherte er und bezeichnete Sánchez als „großen Profi“.
Weitere News
Für den früheren Barcelona-Star blieb es dennoch ein Abend zum Vergessen: Erst die verpasste Einwechslung, dann die Niederlage im Elfmeterschießen – und schließlich eine öffentliche Debatte über seine Rolle im Team.