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Platzsturm nach riesiger Pokal-Blamage in England

Riesige Blamage! Glasner entsetzt

Titelverteidiger Crystal Palace scheitert im FA Cup an einem Sechstligisten. Das Team um Cheftrainer Oliver Glasner blamiert sich bis auf die Knochen.
Oliver Glasner scheitert mit Crystal Palace an einem Sechstligisten
Oliver Glasner scheitert mit Crystal Palace an einem Sechstligisten
© IMAGO/Shutterstock
Titelverteidiger Crystal Palace scheitert im FA Cup an einem Sechstligisten. Das Team um Cheftrainer Oliver Glasner blamiert sich bis auf die Knochen.

Eine der größten Sensationen in der Geschichte des FA Cups ist perfekt! Titelverteidiger und Premier-League-Klub Crystal Palace ist am Samstag aus dem prestigeträchtigsten Pokal-Wettbewerb in England ausgeschieden - und das nach einer Niederlage gegen einen Sechstligisten.

Das Team um Cheftrainer Oliver Glasner verlor bei Macclesfield Town völlig überraschend mit 1:2 (0:1) und scheiterte im FA Cup in der dritten Runde. Noch im Vorjahr hatte Palace den Wettbewerb gewonnen, die Londoner gewannen in Wembley mit 1:0 gegen Manchester City und feierten den ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte.

Die Rooneys sind den Tränen nahe

Unmittelbar nach Abpfiff stürmten zahlreiche Fans des Sechstligisten den Platz und trugen ihre Helden auf den Schultern. Die Mannschaft von Cheftrainer John Rooney - Bruder von Wayne Rooney - sorgte für die „wohl größte Überraschung in der Geschichte des Wettbewerbs“, wie der englische Mirror schrieb. „Macclesfield of Dreams“, titelte derweil die Daily Mail.

„Es ist unglaublich, ich bin ganz gerührt, dass mein jüngerer Bruder das geschafft hat“, sagte Wayne Rooney bei der BBC.

Als sich die Geschwister nach dem Spiel umarmten, waren sie den Tränen nahe: „Er ist noch nicht lange im Management tätig und hat es nun in die vierte Runde des FA Cups geschafft und Crystal Palace geschlagen. Ich bin so stolz auf ihn.“

„Ich kann es nicht glauben“, sagte der komplett aufgelöste Bruder John. Als ob all das noch nicht emotional genug wäre, erinnerte der Coach auch noch an Ethan McLeod - seinen Stürmer, der wenige Tage vor Weihnachten bei einem Autounfall nach einem Spiel ums Leben gekommen war. Seine Eltern waren bei der Riesensensation im Stadion.

Glasner komplett entsetzt

In Macclesfield, einer englischen Kleinstadt rund 25 Kilometer südlich von Manchester, blamierte sich Crystal Palace bis auf die Knochen. Paul Dawson brachte den krassen Underdog kurz vor der Halbzeit in Führung (43.), Isaac Buckley-Ricketts erhöhte nach 60 Minuten auf 2:0. Der Spanier Yeremy verkürzte für Palace kurz vor Schluss auf 1:2 (90.), die Zeit lief dem Klub aus London jedoch davon.

Aufseiten des Titelverteidigers kamen bekannte Spieler wie Marc Guehi, Chris Richards, Borna Sosa, Adam Wharton oder auch Chrisantus Uche zum Einsatz.

„Es ist klar, dass wir das Spiel gewinnen müssen“, hatte Glasner im Vorfeld des Spiels bei BBC unmissverständlich klargestellt - seine Mannschaft ließ keine Taten folgen. Erstmals seit 1909 ist der amtierende Titelträger gegen ein Team unterhalb der Profiligen ausgeschieden.

„Nach der Partie zeigte sich Glasner entsetzt: “Wir hatten heute keinerlei Qualität und ich habe niemanden gesehen, der einen Dribbling gewinnen konnte."

Und weiter: „Ehrlich gesagt habe ich keine Erklärung für das, was ich heute gesehen habe, und wir können Ausreden finden, aber für solche Spiele braucht man keine Taktik und keinen Trainer.“