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FC Barcelona nach der Transfersperre

Letzter Kaufrausch vor dem Transferverbot

Der FC Barcelona hat schon 143 Millionen Euro in Neue investiert. Die Transfersperre könnte Barca zu weiteren Deals animieren.
Trainer Luis Enrique sitzt auf einem Ball und beobachtet das Training des FC Barcelona
Trainer Luis Enrique sitzt auf einem Ball und beobachtet das Training des FC Barcelona
© Getty Images
Denis de Haas
Der FC Barcelona hat schon 143 Millionen Euro in Neue investiert. Die Transfersperre könnte Barca zu weiteren Deals animieren.

143 Millionen Euro. In Worten: einhundertdreiundvierzig. Der FC Barcelona hat in diesem Sommer mächtig investiert.

Der deutsche Torwart Marc-Andre ter Stegen (DIASHOW: Deutsche Stars in Spanien), Chiles Nationalkeeper Claudio Bravo, der Ex-Schalker Ivan Rakitic, Uruguays Stürmerstar Luis Suarez sowie die Abwehrspieler Jeremy Mathieu und Thomas Vermaelen - sie vergrößern den schon sehr fürstlichen Kader der Katalanen rund um Lionel Messi, Neymar und Andres Iniesta.

Womöglich geht die Einkaufstour weiter. Bis zum 2. September kann der spanische Vizemeister noch nachlegen. Danach heißt es für Barcelona auf dem Transfermarkt: Gucken, aber nicht anfassen.

Verstoß gegen Transferregeln

Der Verein darf bis zum 1. Januar 2016 keine Spieler mehr verpflichten. Da der Verein gegen Transferregeln bei Minderjährigen verstoßen hat, verhängte die FIFA eine Shoppingsperre.

Barcelona will beim internationalen Sportgerichtshof CAS in Berufung gehen, trotzdem könnte die Sanktion zu kurzfristigen Hamsterkäufen führen. "Das Transferfenster ist noch nicht geschlossen. Ich glaube, wir haben diesen Sommer noch einige Dinge zu tun", erklärte Klubpräsident Josep Bartomeu.

Als die FIFA am Mittwoch die Strafe bestätigte, fiel bei spanischen Journalisten sofort ein Name: Marco Reus.

Gerüchte um Reus

Die Barca-nahe Zeitung "Sport" berichtete, dass die Katalanen bald mit Borussia Dortmund verhandeln wollen. Demnach sei eine Option, Reus zu verpflichten und noch ein Jahr an die Schwarz-Gelben auszuleihen.

Wenn beim 25-Jährigen im nächsten Sommer die Ausstiegsklausel greift, sind Barcelona im Kampf um Reus - den der FC Bayern bekanntlich schon lautstark eröffnet hat - die Hände gebunden.

Wenn sie Reus unbedingt wollen, müssen sie den Dortmundern jetzt ein Angebot machen, das der BVB nicht ablehnen kann.

Leihe bei Koke möglich

Die Berichte muten zwar eher wie ein Wunschtraum als ein realistisches Szenario an, doch die Grundidee ist sinnig.

Laut "Sport" ist sie im Fall eines weiteren Transferziels ähnlich: Koke. Der Vizemeister will demnach den 22-Jährigen von Atletico Madrid verpflichten und ihn dann ebenfalls für ein Jahr ausleihen.

Dieses Modell gibt es aber nicht nur in der Theorie: Den brasilianischen Rechtsverteidiger Douglas vom FC Sao Paulo hat Barcelona für sechs Millionen Euro verpflichtet, wird aber erst 2015 für die Katalanen auflaufen.

Allerdings sind auch sofortige Verpflichtungen möglich: Der kolumbianische Allrounder Juan Cuadrado vom AC Florenz ist ein heißer Kandidat.

Holt Sportdirektor Andoni Zubizarreta weitere Spieler, könnte er auch die Kritiker besänftigen, denen seine Transferpolitik bislang missfällt.

Skepsis bei Vermaelen und Mathieu

Besonders die Verpflichtungen der neuen Innenverteidiger haben rund um das Camp Nou für große Verwunderung gesorgt. Vermaelen gilt als verletzungsanfällig, der 30-jährige Mathieu hat seinen Zenit offenbar überschritten.

Selbst bei Rakitic herrscht Skepsis. Beim FC Sevilla zog der kroatische Nationalspieler die Strippen, allerdings trauen ihm nur wenige zu, den alternden Regisseur Xaxi zu beerben.

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Es ist ein Dilemma: Barcelonas neuer Trainer Luis Enrique steht unter Druck. Nach einer Saison ohne Titel dürsten die Fans wieder nach Erfolg.

Gleichzeitig bergen weitere Einkäufe die Gefahr eines Überangebots. Stars könnte auf der Bank oder Tribüne versauern und deshalb Unfrieden stiften.

Sicher ist: Die letzten Tage des Transfersommers werden durch das Einkaufsverbot für Barca nicht langweiliger.