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So könnte Barcas Ausverkauf laufen

So könnte Barcas Ausverkauf laufen

Der FC Barcelona plant im Sommer den ganz großen Umbruch. Barca will einige Spieler zu Geld machen. Der Verkauf von Philippe Coutinho hat dabei Priorität.
Nach einer Operation am rechten Sprunggelenk kann sich Philippe Coutinho beim FC Bayern natürlich nicht weiter empfehlen - ein Verbleib in München ist deshalb weiterhin unklar. Jetzt spricht aber sein Berater.
Martin Hoffmann
von Martin Hoffmann
am 6. Juni

Eine durch die Coronakrise angespannte finanzielle Lage, bei noch immer sportlich höchsten Ansprüchen: Der FC Barcelona ist in einer vertrackten Situation.

Den Katalanen steht ein komplizierter Transfer-Sommer bevor, in dem es eine größere Abwanderungswelle geben könnte. Es geht darum, Ausgaben und Einnahmen in Einklang zu bringen Geld locker zu machen für die anvisierten Zugänge von Superstar Neymar (Paris Saint-Germain) sowie Lautaro Martínez (Inter Mailand) und Miralem Pjanic (Juventus Turin, nach SPORT1-Informationen mit Barca schon einig).

In spanischen Medien wird nun ausgeleuchtet, wie der Ausverkauf aussehen könnte – und warum Philippe Coutinho vom FC Bayern eine Schlüsselrolle darin spielt.

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Coutinho könnte am meisten Geld einbringen

Wie die Marca berichtet, wird Barca viel daran setzen, die zahlreichen derzeit ausgeliehenen Spieler dauerhaft zu verkaufen - neben Coutinho und Jean-Claude Todibo vom FC Schalke 04 stünden auch Carles Alena (Real Betis), Moussa Wagué (OGC Nizza), Rafinha (Celta Vigo) and Oriol Busquets (FC Twente Enschede) ganz oben auf der Liste.

Der Fall Coutinho steht im Zentrum der Bemühungen: Der FC Bayern hat seine Kaufoption verstreichen lassen, nun soll er anderweitig an den Mann gebracht werden. Er ist der Verkaufskandidat mit dem höchsten Marktwert, der am meisten Geld einbringen würde.

Nach SPORT1-Informationen ist es möglich, dass Bayern und Barca einen Kaufdeal mit niedrigerer Ablöse aushandeln (eine Verlängerung der Leihe ist ausgeschlossen) – aber die Unwägbarkeiten sind groß. Bayerns Interesse steht und fällt mit dem Verlauf der Bemühungen um Leroy Sané und Kai Havertz.

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Als alternative Interessenten an Coutinho nennt Marca den FC Arsenal und Tottenham Hotspur, aber auch hier scheinen die Vorstellungen weit auseinander zu liegen.

Coutinhos Berater Kia Joorabchian hatte im Gespräch mit SPORT1 kürzlich noch erklärt: "Bezüglich seiner Zukunft ist noch keine Entscheidung gefallen. Wie ich schon häufiger in unsicheren Zeiten wie diesen gesagt habe: Wir sprechen derzeit nicht über irgendwelche Transfers oder Zukunftspläne und haben darüber auch noch nicht diskutiert."

Zieht es Todibo und Semedo in die Bundesliga?

In kleinerem Maßstab gibt es das Problem auch bei Todibo. Die im Januar als Kaufoption festgeschriebenen 25 Millionen Euro kann sich Schalke nicht leisten, nachdem der Klub durch Corona selbst in tiefe Not geraten ist.

Eher als für Coutinho dürften sich bei dem Abwehrtalent aus Frankreich aber andere Klubs finden, die eine ähnlich hohe Summe zahlen würden. Aus der Premier League soll der FC Everton interessiert sein – ein bewährter Geschäftspartner der Katalanen. Mundo Deportivo nennt außerdem Bayer Leverkusen, den AS Rom und AS Monaco als mögliche Ziele.

Die Sportzeitung aus Barcelona will noch weitere potenzielle Abgänge ausgemacht haben: Bayerns ehemaliger Mittelfeld-Krieger Arturo Vidal könnte demnach eine Tausch-Option für Martínez mit Inter sein, wo er auf Antonio Conte als zu ihm passenden Coach träfe.

Auch der portugiesische Rechtsverteidiger Nelson Semedo sei ein Verkaufskandidat. Unter anderem wird er mit Manchester City, PSG, Inter und Juventus Turin in Verbindung gebracht. Und auch mit einem deutschen Klub auf Rechtsverteidiger-Suche: dem FC Bayern.