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Barca bezahlt die Zeche bei Pedri

Barca bezahlt die Zeche bei Pedri

Beim späten Abendessen in einem katalanischen Restaurant schwor sich der FC Barcelona auf den Clasico ein. Ein Hoffnungsträger bereitet Sorgen.
Im Rahmen seiner Vertragsverlängerung beim FC Barcelona sprach Ansu Fati über sich selbst als neue Nummer Zehn des Vereins. Als Messis Nachfolger sieht sich der 18-Jährige jedoch nicht.
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von SPORT1

Beim späten Abendessen in einem katalanischen Restaurant schwor sich der FC Barcelona auf den Clasico (La Liga: FC Barcelona - Real Madrid ab 16.15 Uhr im LIVETICKER) ein.

Zu feiern gab es die Vertragsverlängerung von Top-Talent Ansu Fati, doch die Barca-Spieler nutzten den Mittwochabend auch, um den Teamgeist zu betonen. Schließlich steht der 26-malige Meister vor dem Heimspiel gegen Real Madrid am Sonntag (16.15 Uhr) ähnlich wie der Erzrivale am Scheideweg. (Alle Infos zu La Liga)

Das zeigt schon der Blick aufs Personal: Erstmals seit 2007 stehen weder Cristiano Ronaldo noch Lionel Messi bei den Weltklubs unter Vertrag. Im Oktober 2018 fehlten die beiden Superstars zwar schon einmal im Clasico - Ronaldo war nach Turin gewechselt, Messi fiel verletzt aus -, doch nun haben CR7 und Messi die Liga verlassen. Besonders für Barca ist die Saison ein Neuanfang.

Barca-Hoffnungsträger Pedri fehlt

In der Tabelle liegen die Katalanen aktuell nur auf Rang sieben, zudem bereiten die Finanzen Kopfschmerzen.

Der neue, auf sechs Jahre angelegte Vertrag von Teenager Fati (18) soll daher nach innen wie außen als Zeichen verstanden werden, dass Barca trotz aller Probleme noch lebt. Der Beweis soll nun vor 99.000 Fans im Camp Nou folgen. (Spielplan und Ergebnisse von La Liga)

Nicht dabei sein wird dann der zweite große Hoffnungsträger der Katalanen. Auch mit Pedri hat der Klub kürzlich den Vertrag langfristig verlängert. Bis 2026 läuft das neue Arbeitspapier des Mittelfeldmanns, seine Ausstiegsklausel beträgt wie bei Fati nicht weniger als eine Milliarde Euro.

Der 18-Jährige war der Senkrechtstarter der Vorsaison. Das hatte zur Folge, dass sich Barcelonas Befürchtungen bestätigten. Schon vor dem Turniersommer hatten die Katalanen darauf hingewiesen, dass man den Youngster nicht verheizen dürfe.

Pedri nach EM und Olympia verletzt

Doch Pedri spielte trotzdem für Spanien, und zwar erst bei der EM und anschließend auch noch Olympia. Die Folge: Pedri laboriert seither schon zum zweiten Mal an einer Verletzung des linken vorderen Oberschenkelmuskels. Schon 37 Fehltage hat der Jungspund angehäuft, war nur in vier von zwölf Pflichtspielen mit dabei.

Trainer Ronald Koeman bezahlt nun die Zeche für die Auswahlteams, so sehen sie das in Barcelona. Pedris Fehlen im Clasico, behauptet die Marca aus Madrid, sei für den Niederländer eine Qual.

Sie ist ein weiterer Grund für die eher triste Gegenwart und das Hoffen auf die Zukunft, die wie die Überschrift über dem Clasico steht, bei dem zwei Giganten aufeinander treffen, die irgendwie versuchen, ihren Kopf über Wasser zu halten. Denn auch Real befindet sich unter Carlo Ancelotti im Umbruch.

Das gelingt bislang deutlich besser: Bei einem Spiel weniger beträgt der Rückstand auf Überraschungs-Spitzenreiter Real Sociedad San Sebastian nur drei Punkte.

Die neue Clasico-Generation steht bereit

Und während bei Barca mit Pedri, Gavi (17), Nico Gonzalez (19), Ronald Araujo (22) und Sergino Dest (20) ein neue, hungrige Generation im Anmarsch ist, setzt auch Real in Miguel Gutierrez (20), Eduardo Camavinga (18) und Vinicius Junior (21) mehr und mehr auf die Jugend. (Die Tabelle von La Liga)

Und so könnte am Sonntag der Teenager Gavi neben dem 33 Jahre alten Sergio Busquets spielen, während auf der anderen Seite Rodrygo (20) die Vorlagen für Karim Benzema (33) liefert.

Nicht fehlen dürfen freilich auch Toni Kroos (31) bei Real und Marc-Andre ter Stegen (29) bei Barcelona. Beide gehören bereits eher zur alten Garde.

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mit Sportinformationsdienst (sid)