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„Unbegreiflich!“ Das Rätsel um Camavinga

„Unbegreiflich!“ Das Rätsel um Camavinga

Eduardo Camavinga spielt derzeit bei Real Madrid nur eine untergeordnete Rolle. Es ist ruhig um den Shootingstar geworden, was zuvor in dessen junger Karriere nie der Fall war.
Das Bernabeu soll zukünftig zum XXL-Hightech-Stadion umgebaut werden. Real Madrid gewährt einen Ausblick in die Zukunft.
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von SPORT1

Wenn ein junges Talent zu einem großen Klub wechselt, dann ist dieses üblicherweise von einem auf den anderen Tag in der aller Munde. Bei Eduardo Camavinga scheint sich dieses Phänomen derzeit aber umzukehren.

Der Franzose ist schon seit Jahren bekannt dafür, einer der am meisten versprechenen Fußballer seiner Generation zu sein. Vor dem vergangenen Sommer stand er auf den Zetteln sämtlicher Top-Klubs. Letztlich hatte Real Madrid den Zuschlag erhalten und Camavinga für 31 Millionen Euro von Stade Rennes losgeeist - fast schon ein Schnäppchen.

Unter Trainer Carlo Ancelotti traf Camavinga dann gleich bei seinem Debüt für die Königlichen. Ein ermutigender Start, doch mittlerweile ist es ruhiger um den 19-Jährigen geworden. So ruhig wie selten in dessen noch junger Karriere. Und das ausgerechnet in Madrid.

Camavingas Reservistenrolle verwundert Experten

Zuletzt blieb dem Mittelfeldspieler immer wieder nur die Rolle des Statisten. In den letzten drei Pflichtspielen spielte er nur 27 Spielminuten, obwohl er zu Beginn noch eine wichtige Rolle in dem System von Ancelotti einzunehmen schien. Eine Entwicklung, die nicht für jeden Fußball-Fan und -Experten in Spanien nachvollziehbar ist.

„Die Sache mit Camavinga ist unbegreiflich. Er kommt rein, spielt ohne Training und taucht ab. Und da rede nicht von einem Einsatz von Beginn an, sondern von einer halben Stunde“, schrieb Dani Garrido, Kolumnist der AS und Direktor von Carrusel Deportivo, auf Cadena SER.

Zuletzt hatte Camavinga am 6. November gegen Rayo Vallecano in Reals Startelf gestanden und auch über 90 Minuten gespielt. Danach war es wie abgerissen. Kein Einsatz in den beiden wichtigen Champions-League-Spielen gegen Sheriff Tiraspol, nur zehn Minuten gegen Granada udn Sonntag deren 17 gegen Sevilla.

Klar ist: Der November stellt einen Rückschlag für Camavinga dar. Warum Ancelotti ihm kaum mehr Spielzeit gibt, ist von außen betrachtet schwer zu sagen. Auch Aussagen des Trainers sind wenig aufschlussreich.

Eduardo Camavinga wurde offiziell bei Real Madrid vorgestellt. Florentino Perez heißt den 18-Jährigen mit emotionalen Worten bei den Königlichen willkommen.
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Bewegende Worte! Perez begrüßt Neuzugang Camavinga

Ancelotti zeigt sich „überrascht“ von Camavinga

Ancelotti lobte Camavinga jüngst nämlich in den höchsten Tönen.

„Er hat mich wirklich überrascht. Wir alle wussten um seine physischen Fähigkeiten und seine technische Qualität. Aber auf dem Platz hat er Persönlichkeit und Charakter gezeigt, was ich nicht wusste. Er hat Vertrauen in seine Fähigkeiten“, hatte der erfahrene Coach über sein Juwel gesagt.

Die geringe Spielzeit von Camavinga erklärt das nicht - im Gegenteil. Denn dass der junge Franzose das Zeug dazu hat, sich bei Real durchzusetzen, hat er in seinen ersten drei Monaten in der spanischen Hauptstadt schon bewiesen.