Im vergangenen Oktober funkelte der Rohdiamant Dro Fernández erstmals auf der ganz großen Bühne. Sein Debüt in der Champions League verzückte die Presse und erfüllte seinen Trainer Hansi Flick mit Stolz.
Ist dieser Abgang für Flick die "größte Enttäuschung des Lebens"?
Schmerzhafter Verlust für Flick
Doch nur wenige Monate später ist davon nicht mehr viel übrig. Denn statt beim FC Barcelona in die Fußstapfen großer Mittelfeld-Legenden zu treten, schlägt Barcas Eigengewächs nun einen neuen Weg ein. Eine Entscheidung, die bei Flick offenbar gar nicht gut ankam.
Einem Bericht der in Barcelona ansässigen Zeitung Sport zufolge soll Flick alles andere als erfreut darüber gewesen sein, als er am Freitag vom nun unmittelbar bevorstehenden Abgang seines Schützlings erfahren habe.
Barca-Trainer Flick spricht offenbar von „größter Enttäuschung“ seines Lebens
Es ist sogar die Rede davon, dass Flick seinem Umfeld gegenüber von „der größten Enttäuschung“ seines Lebens gesprochen habe.
Auch öffentlich äußerte sich der deutsche Coach recht deutlich, auch wenn er nicht explizit auf Dro einging. Dessen bevorstehenden Abgang wolle er vor Vollzug nicht kommentieren.
„Ich will den Spielern von La Masia sagen, dass wir ihnen die Chance geben, dass dies Barca ist. Man muss dabei sein, wenn man für Barca spielen will. Das möchte ich allen sagen, denen, die jetzt bei uns sind, und denen, die noch kommen werden. Sie müssen für diese Farben leben. Das ist es, was ich sehen will, und die anderen will ich nicht.“
Der Barca-Coach hatte das Talent aus der berühmten Kaderschmiede La Masia im Sommer mit auf die Asien-Tour der Katalanen genommen. „Er ist ein großes Talent und La Masia hat einmal mehr fantastische Arbeit geleistet“, sagte Flick damals.
„Merken Sie sich diesen Namen“, schrieb die Marca seinerzeit über den Youngster, der am 12. Januar volljährig wurde.
Nach seinem Debüt in LaLiga Ende September bot Flick ihn im Oktober beim 6:1-Sieg gegen Olympiakos Piräus sogar von Beginn an auf. Fernández zahlte das Vertrauen mit einer Torvorlage zurück - und sorgte auch sonst für Begeisterung. Er zeigte Details „seines enormen Talents“, schrieb die Sport.
Doch es blieb anschließend bei vereinzelten Kurzeinsätzen. Dreimal wurde Fernández in der Liga nach seinem Debüt in der Königsklasse noch eingewechselt, ansonsten fand er sich auf der Bank wieder.
Auch der BVB wurde gehandelt - PSG macht wohl das Rennen
Und offenbar fehlt ihm angesichts der großen Konkurrenz im starbesetzten Barca-Mittelfeld die Perspektive, zeitnah mehr Einsatzminuten zu sammeln.
Zwar nannte die AS auch Borussia Dortmund als „aussichtsreichen Kandidaten“, aber das Rennen macht nun wohl Paris Saint-Germain. Laut L‘Équipe soll das französische Schwergewicht eine Einigung mit Dro erzielt haben.
PSG soll dabei von der Ausstiegsklausel in Höhe von „nur“ sechs Millionen Euro Gebrauch machen und den Youngster in der französischen Hauptstadt mit einem Vertrag bis 2030 ausstatten.