Der spanische Traditionsklub FC Valencia steckt seit Jahren in einer sportlichen und wirtschaftlichen Krise. Seit sieben Jahren kam der Verein nicht über Platz neun in La Liga hinaus und belegt vor dem Heimspiel gegen den FC Barcelona (Sonntag, ab 16.15 Uhr im LIVETICKER) den 18. Tabellenplatz. Dementsprechend ist die Stimmung angespannt.
Heftige Vorwürfe von Valencia-Anhänger: "Fressen die Eingeweide auf"
Große Protestaktion bei Barca-Spiel?
Laut Angaben der Mundo Deportivo wollen die Fans ihrem Ärger nun Luft verschaffen. Dem Bericht zufolge haben mehrere Fan-Gruppierungen eine Protestaktion gegen die aktuelle Klubführung angekündigt. Teil des Protests soll dabei sein, dass sie das Stadion beim Heimspiel gegen Barca erst ab Minute 19 betreten. Eine Aktion mit Symbolcharakter, zumal der FC Valencia im Jahr 1919 gegründet wurde.
La Liga: Valencia-Anhänger kritisieren Transfers und das sportliche Auftreten
Zu den Initiatoren der Aktion sollen große Fan-Gruppierungen wie die „Curva Nord“, die Bewegung „Libertad VCF“ und das „Col·lectiu de Penyes Valencianistes“ zählen. Den Valencia-Anhängern sind unter anderem das Auftreten auf dem Transfermarkt und der schwache Saisonstart (ein Remis, zwei Niederlagen) ein Dorn im Auge.
Das „Col·lectiu de Penyes Valencianistes“ forderte dem Bericht zufolge „ein Ende willkürlicher Entscheidungen, nicht vorhandener oder unzureichender Verstärkungen, die der Größe des Valencia-Trikots nicht gerecht werden“. Zudem erkennt die Gruppierung „eine Verwandlung des Vereins in ein bloßes Schaufenster für Interessenten, die nichts mit sportlicher Leistung zu tun haben“.
Fan-Bewegung sieht die Klub-Identität als bedroht an
Die Bewegung „Libertad VCF“ warf den Eigentümern des Klubs zudem vor, dass sie „die Identität“ des Vereins zerstören. Ihr Ziel sei es, „einen städtebaulichen und finanziellen Coup zu landen“. Kiat Lim, Sohn von Klub-Eigentümer Peter Lim, soll beim Spiel gegen Barcelona erstmals im Stadion sein und wird in der Ehrenloge erwartet.
Besonders scharfe Worte richtete „Libertad VCF“ gegen die Stadt Valencia und die dort einflussreichen Personen, die die Interessen des Klubs zu wenig vertreten. „Seit elf Jahren fressen sie dem Verein die Eingeweide auf, saugen ihm bis zum letzten Tropfen Blut aus und werden nicht ruhen, bis nichts mehr von ihm übrig ist“, heißt es in der Erklärung.
Lügen-Vorwurf an Valencia-CEO
Doch auch Ron Gourley, CEO der Fußballabteilung, kommt nicht ungeschoren davon. Die Gruppierung monierte, dass dessen Aussagen von „Lügen, vorgetäuschter Zuversicht und Arroganz“ geprägt seien. Dieser hatte erst kürzlich angekündigt, nicht zurücktreten zu wollen, und erklärt, dass sich der Verein „in die richtige Richtung“ bewege.
Davon sind die Anhänger jedoch nicht überzeugt. Die Gruppe rief dazu auf, beim Heimspiel gegen Barca „wie bei einem Champions-League-Halbfinale zu brüllen“ – und zwar in Richtung der Ehrentribüne.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.