Kepa schildert den Wechsel-Eklat

Kepa schildert den Wechsel-Eklat

Im Februar 2019 verweigert Kepa im Ligapokal-Finale seine Auswechslung und sorgt für einen riesigen Eklat. Nun schildert der Torhüter die Situation aus seiner Sicht – und räumt Fehler ein.
Maurizio Sarri ist beim FC Chelsea immer umstrittener. Den Eklat um Keeper Kepa, der nicht ausgewechselt werden wollte, spielt der Italienische Trainer herunter.
Sarri erklärt Wechsel-Eklat um Kepa
01:44
. SPORT1
von SPORT1
am 29. Juli

Diese Aktion erhitzte die Gemüter einer ganzen Nation!

Im Ligapokal-Finale zwischen dem FC Chelsea und Manchester City im Februar 2019 sollte Chelsea-Keeper Kepa kurz vor dem Elfmeterschießen ausgewechselt werden - Ersatzkeeper Willy Caballero, der als Elferkiller gilt, stand zur Einwechslung bereit.

Kepa bekam Geldstrafe aufgebrummt

Der Spanier weigerte sich jedoch, das Spielfeld zu verlassen, missachtete die Anweisung von Trainer Maurizio Sarri und sorgte so für einen echten Eklat.

Chelsea-Keeper Kepa weigert  sich im Finale des englischen Ligapokals, ausgewechselt zu werden. Trainer Maurizio Sarri ist außer sich.
05:29
Mega-Eklat! Hier verweigert Chelseas Keeper die Auswechslung

Schlussendlich blieb Kepa auf dem Feld und die Blues verloren das Finale im Elfmeterschießen. Kepa erhielt für diese Aktion eine Geldstrafe, wurde jedoch nach einem Spiel auf der Bank begnadigt.

Nun hat sich der 26-Jährige erstmals ausführlich zu der Aufreger-Szene geäußert.

„Es war alles ein großes Missverständnis“, wird Kepa von der US-amerikanischen Internet-Plattform The Players‘ Tribune zitiert.

Kepa wollte Zeit schinden

Manchester City habe das Spiel kurz vor der Verlängerung dominiert. Nachdem Kepa nach einer Parade „etwas in seinem Bein spürte“, habe er den Physiotherapeuten gerufen, um sich untersuchen zu lassen und dafür zu sorgen, dass sein Team wieder durchschnaufen könne.

„Meine Absicht, ob richtig oder falsch, war nur, Zeit zu schinden, um der Mannschaft zu helfen. Ich hatte kein ernsthaftes Problem, das mich daran gehindert hätte, weiterzuspielen“, erklärte Kepa seine Absicht.

Trainer Sarri dachte jedoch, dass Kepa nicht weitermachen könne und schickte Caballero zum Aufwärmen.

„Ich habe versucht zu signalisieren, dass es mir gut geht, dass ich nicht verletzt bin. Aber wir waren im Wembley-Stadion vor mehr als 80.000 Zuschauern, und natürlich hat mich Sarri nicht verstanden“, rechtfertigte Kepa seine Reaktion.

Kepa räumt Fehler ein

Dennoch räumt der Schlussmann Fehler ein: „Als der vierte Offizielle die Anzeigetafel anhob, hätte ich natürlich vom Platz gehen müssen, und es tut mir leid, dass ich das nicht getan habe.“

„Ich habe mich geirrt, und es tut mir leid für alle, die daran beteiligt waren: für Maurizio Sarri, den ich in der Öffentlichkeit zu untergraben schien; für Willy, einen Mannschaftskameraden und einen großen Profi; und für alle meine Mannschaftskameraden und die Chelsea-Fans, die alles ertragen mussten - den ganzen Lärm, der während des Spiels und in den Tagen danach entstand“, entschuldigte sich Kepa nun.

Gerade die Wirkung nach außen habe Kepa laut eigener Aussage unterschätzt: „Als ich nach dem Ligapokalfinale in der Umkleidekabine mein Telefon in die Hand nahm, wurde mir klar, dass ich weltweit in den Schlagzeilen war.“

Kepa: „Ich fühlte mich missverstanden“

Eine Respektlosigkeit gegenüber Sarri sei laut Kepa nie seine Intention gewesen. „Ich fühlte mich missverstanden, denn es war nie meine Absicht gewesen, den Trainer zu brüskieren. Ich hatte nur versucht, ihm zu sagen, dass es mir gut geht“, erklärte der Spanier.

Der spanische Torhüter spielt immer noch beim FC Chelsea, ist unter Trainer Thomas Tuchel jedoch nur noch zweite Wahl.